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Pläne für Stromautobahn
© Amprion
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Pläne für Stromautobahn

Der Verlauf der vierten Stromautobahn von der Küste nach Süden durchs Münsterland wird konkreter. Der Netzbetreiber Amprion hat zwei mögliche Trassen im Korridor B vorgestellt, die jetzt zur Diskussion stehen.

Veröffentlicht: Dienstag, 19.10.2021 13:55

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Ein Abschnitt geht von Wilhelmshaven nach Hamm, der andere von Heide in Schleswig-Holstein nach Marl. Im Frühjahr schlägt Amprion der Bundesnetzagentur einen ein Kilometer breiten Vorzugskorridor vor.

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Zwei Trassenverläufe möglich

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Auf der Karte sehen die verschiedenen Verläufe der beiden möglichen Trassen aus, wie zwei locker geflochtene Zöpfe, die von Norden kommend bei Cloppenburg zusammenlaufen. Von dort geht es einmal durchs Emsland und durchs westliche Münsterland. Der zweite Abschnitt zweigt nordwestlich von Neuenkirchen-Vörden und süd-östlich von Rheine ab und geht über Steinfurt bzw. Mettingen und an Ladbergen vorbei weiter in den Kreis Warendorf.

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Baustart nicht vor 2026

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Es wird Erörterungstermine geben, bei denen Träger öffentlicher Belange (Kommunen, Landkreise, Behörden etc.) und auch Bewohner:innen der betroffenen Landstriche zu Wort kommen. Dabei geht es darum, die Konflikte um die Streckenführung möglichst zu minimieren und gleichzeitig einen effizienten Bau zu ermöglichen - heißt: Sollte irgendwo noch ein Schutzgebiet ausgewiesen werden, geht die Stromtrasse drumherum. So hat es ein Sprecher bei Amprion im RADIO RST-Gespräch ausgedrückt. Gleiches dürfte für Widerstand gegen das Projekt, z.B. durch Bürgerinitiativen, gelten. Der Planfeststellungsbeschluss mit der genauen Streckenführung steht dementsprechend erst nach einer Bürgerbeteiligung 2026.

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Fertigstellung für 2030 angepeilt

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Fertiggestellt wird die Leitung den Planungen zufolge 2030. Ab dann transportiert sie eine Leistung von insgesamt vier Gigawatt Windkraft aus dem Norden in die Ballungsgebiete im Westen Deutschlands - soviel, wie fünf große Kohlekraftwerke produzieren, deren Strom sie ersetzt. Die Gleichstromverbindung ist vorrangig als Erdkabel geplant. Zusammen mit den Gleichstromkabeln wird Amprion auch zusätzliche Leerrohre verlegen, um die Stromautobahn gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt aufzurüsten und die Leistung noch einmal deutlich zu erhöhen.


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