Ibbenbüren: Zweite Sprengung am Kraftwerk

Am ehemaligen Steinkohlekraftwerk in Ibbenbüren steht wieder eine große Sprengung an. Am Sonntag (22.02.2026) werden der Schornstein und weitere Anlagen in sich zusammenfallen. Auf dem Gelände plant das Unternehmen Amprion einen riesigen Strom-Konverter. Die zweite Sprengung ist unser "Thema der Woche aus der Region"-

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Der Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks in Ibbenbüren ist 275 Meter hoch. Und ein Wahrzeichen für die Stadt. Wenn alles klappt, fällt er am Sonntag (22.02.2026) wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Auch die Rauchgasentschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage werden gesprengt, teilt die Firma Hagedorn mit. Das Abbruchunternehmen hat das Kraftwerksgelände vor drei Jahren übernommen. In diesem Sommer will es mit dem Rückbau fertig sein.

Kraftwerk Ibbenbüren: Erste Sprengung im April 2025

Im letzten Frühjahr war das Kesselhaus des ehemaligen Kraftwerks gesprengt worden. Der riesige Kühlturm fiel mit Hilfe von Stahlseilen in sich zusammen. Viele Schaulustige aus der Region verfolgten am 6. April 2025 diesen besonderen Moment. Auch RADIO RST war vor Ort. Dieses Mal wird auch wieder ein RADIO RST-Reporter dabei sein.

© Hagedorn Management GmbH
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Geschichte des Ibbenbü´rener Kraftwerks

Auf dem Gelände plant die Firma Amprion einen riesigen Konverter. Die Anlage soll Windstrom von der Nordsee umwandeln und in das Stromnetz einspeisen.

Konverter statt Kraftwerk in Ibbenbüren

Das Kraftwerk auf dem Schafberg ging 1985 an das Netz. Es sollte die Zukunft der benachbarten Steinkohlezeche sichern. Doch der deutsche Steinkohlebergbau war langfristig gegenüber dem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig. Nach massiven Subventionen durch den Staat schloss die Zeche im Jahr 2018. Zwei Jahre später folgte der Kohleausstieg. Das Kraftwerk ging 2021 vom Netz.

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