Zukunft des VW-Werks Osnabrück

Die Zukunft des VW-Werks Osnabrück ist ungewiss: Die IG Metall fordert langfristige Lösungen, während Rheinmetall Interesse zeigt. Alle Infos zu den Entwicklungen.

© Volkswagen AG

Die IG Metall betont, dass eine Umstellung der Produktion im VW-Werk Osnabrück nach 2027 keine Werksschließung darstellt, solange die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, erklärte: „Von guter in gute Arbeit ist immer besser als in Arbeitslosigkeit.“

In den Tarifverhandlungen mit Volkswagen im Dezember 2024 hatte die Gewerkschaft durchgesetzt, dass weder Werke geschlossen noch betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden. Doch die Zukunft des Standorts bleibt ungewiss: Die Produktion der Porsche-Modelle endet 2026, und Mitte 2027 läuft auch die Fertigung des VW T-Roc Cabrios aus. Ein Folgeauftrag ist bislang nicht in Sicht.

Rheinmetall zeigt Interesse

Seit Monaten wird über die weitere Nutzung des Werks spekuliert. Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat Interesse signalisiert. Laut Rheinmetall-Chef Armin Papperger sei Osnabrück „im Spiel“, sollte der Konzern zusätzliche Kapazitäten benötigen. Eine Delegation von Rheinmetall besuchte das Werk bereits im Frühjahr 2025. Volkswagen sprach anschließend von einer „ergebnisoffenen Diskussion“.

Thorsten Gröger betonte, dass Volkswagen in der Pflicht stehe, den rund 2.300 Beschäftigten in Osnabrück eine verlässliche Perspektive über 2027 hinaus zu bieten. Konkrete Aussagen zur möglichen Nutzung durch Rheinmetall machte er jedoch nicht.

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