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Ärger um Stromio und gas.de
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Ärger um Stromio und gas.de

Die Verbraucherzentrale stellt sich auf noch mehr Arbeit ein, wenn jetzt die Strom- und Gasabrechnungen der Energieversorger rausgehen. Seit im Dezember die ersten Energie-Discounter wie Stromio oder gas.de die Belieferung eingestellt haben, gibt es täglich 20 Anfragen und eine Rechtsberatung dauert 20 Minuten.

Veröffentlicht: Freitag, 21.01.2022 14:17

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Oft geht es um Schadensersatz, wenn Energiekund:innen im Voraus bezahlt haben. Allerdings sind auch die Grundversorgungstarife der örtlichen Stadtwerke teurer, in die Haushalte automatisch zurückfallen, die bei den Discountern rausgeflogen sind.

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Von heute auf morgen war Schluss

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Anfang Dezember hatte zunächst gas.de die Versorgung eingestellt, kurz vor Weihnachten folgte dann Stromio. „Die haben einfach von heute auf morgen nicht mehr geliefert und nicht mal darüber informiert,“ sagt Ingrid Waltring von der Verbraucherzentrale Rheine. Das habe es so noch nie gegeben.

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Zurück in die Grundversorgung

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Viele Grundversorger werden regelrecht überrannt. Die Stadtwerke Osnabrück, beispielsweise, haben Ende Dezember 1.400 Stromkund:innen und 900 Gaskund:innen übernommen und Leute aus dem Urlaub geholt und Extra-Schichten gefahren, um das zu bewältigen (RADIO RST hat berichtet). Stromio hatte kurz vor Weihnachten die Strombelieferung eingestellt, nachdem kurz vorher schon die Schwestergesellschaft gas.de die Lieferung eingestellt hatte. Viele Haushalte erfuhren das erst, als die Grundversorger sie anschrieben.

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Anspruch auf Grundversorgung

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Dass in so einem Fall das Licht nicht ausgeht und auch die Heizung weiterläuft, liegt am Automatismus der Grundversorgung, auf die jeder Haushalt ein Recht hat. Nur teurer wird es, bis zu dreimal so teuer wie vorher. Für manche Haushalte sind die monatlichen Energiekosten von 70 auf 200 Euro gestiegen, sagt Waltring. Einige Grundversorger hätten für sie neue, teurere Tarife eingeführt.

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Empfehlung für Haushalte

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Haushalten, denen Energie-Discounter die Versorgung gekappt hat, empfiehlt Waltring, auf Vertragseinhaltung zu pochen und Fristen zu setzen. Auf der Homepage der Verbraucherzentrale gibt es entsprechende Musterbriefe an Stromio und gas.de. Auch für Schadensersatzforderungen an Stromio und gas.de gibt es Musterbriefe.

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Post vom Energieversorger genau lesen

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Die Verbraucherzentrale Rheine empfiehlt in diesen Tagen generell, Post vom Energieversorger genau zu lesen. Oft seien darin verdeckte Preiserhöhungen. Das selbst herauszufinden, sei oft schwierig: Auch die Tarifrechner von Vergleichsportalen wie Check 24 oder Verivox seien nicht mehr unbedingt aktuell, weil viele Anbieter ihre Tarife ändern. Ingrid Waltring geht davon aus, dass die gestiegenen Energiepreise und das Drumherum noch Wochen und Monate für Aufregung sorgen.

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