Tipps für die Altersvorsorge
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.11.2025 08:38
Viele junge Menschen haben Angst beim Thema Altersvorsorge. RADIO RST hat deshalb Tipps von einer Expertin aus Osnabrück gesammelt.

„Das Thema Altersvorsorge macht mir Angst.“ Das sagen rund 60 Prozent der Menschen unter 30 Jahren in einer aktuellen Umfrage der Deutschen Bank. Viele verlassen sich nicht darauf, dass sie im Alter eine ausreichende Rente bekommen. Annalena aus Münster ist 25 Jahre alt und sagt: „Das macht mir Angst, weil ich glaube, dass man auf jeden Fall mit der staatlichen Rente nicht mehr auskommen wird und privat auf jeden Fall nachhelfen muss.“
Altersvorsorge ist einfacher, als viele denken
Auch dieser Gedanke sorgt bei vielen jungen Menschen für Stress: Wie helfe ich privat nach? „Ehrlich gesagt ist das viel einfacher, als viele vielleicht denken. Ein super Instrument kann ein ETF sein, der weltweit investiert. Dadurch kann man langfristig vom Wirtschaftswachstum profitieren. Wichtig hier an der Stelle: auf teure Versicherungslösungen verzichten und lieber direkt in ein Depot investieren und einen ETF ansparen, den man wirklich versteht“, sagt Samira Paulinyi. Sie ist unabhängige Honorarberaterin aus Osnabrück.
ETF – einfach erklärt
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der die Wertentwicklung eines bestimmten Index – zum Beispiel des DAX oder S&P 500 – nachbildet. Statt einzelne Aktien selbst zu kaufen, investieren Anleger mit einem ETF automatisch in viele verschiedene Unternehmen auf einmal. Ein ETF kann auch einen globalen Index nachbilden. Viele dieser weltweiten ETFs bilden die Entwicklung großer Unternehmen aus Industrieländern ab. Das hilft, das Risiko möglichst breit zu streuen.
Wie viel sollte ich sparen?
Wie viel Geld junge Menschen zurücklegen oder investieren sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab, sagt die unabhängige Honorarberaterin Samira Paulinyi aus Osnabrück: „Es gibt Leute, die mit 30 schon eine Erbschaft oder eine Schenkung erhalten haben, und dann gibt es Leute, die mit 30 vielleicht erst ihr Studium beenden. Die Anschlussfrage sollte auch sein: Wie hoch ist mein Lebensstandard? Wie viel Geld brauche ich eigentlich im Monat? Und dabei ist es dann umso wichtiger, einen konkreten Finanzplan aufzustellen, in dem man sich die Frage stellt: Wo stehe ich aktuell? Wo will ich eigentlich hin? Und wie viel Rendite brauche ich dafür vielleicht?“
Wer hilft weiter?
Infos zur Altersvorsorge und zu ETFs gibt es unter anderem online auf den Kanälen der gemeinnützigen Stiftung Finanztip oder bei den Verbraucherzentralen. Dort gibt es auch eine seröse und unabhängige Beratung. Auch unabhängige Honorarberater und -beraterinnen helfen, die eigene Vorsorge zu planen. Sie bekommen ihr Honorar von dem Kunden oder der Kundin, während viele andere Finanzberater ihr Geld mit Provisonen von Versicherungen und Banken verdienen.


