
Das MVZ Labor in Münster arbeitet mit 1.500 Praxen und etwa 35 Krankenhäusern im Münsterland zusammen. "Wir sind am Limit," sagt der technische Laborleiter Norbert Brink. Momentan schaffen die Mitarbeiter:innen 4.000 PCR-Tests am Tag. 500 bis 600 bleiben liegen - und das trotz 2-Schichtbetriebs.
Längere Bearbeitungszeit
Bisher gab es die Testergebnisse in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Jetzt dauert es auch schonmal doppelt so lange. Grenzen sind dem Ganzen nicht durch die Beschäftigten-Zahl gesetzt sondern durch die Laborausstattung.
Sechs- bis siebenstellige Investition
"Wir könnten wesentlich mehr leisten," sagt Brink. Stattdessen sagt das MVZ Labor derzeit sogar Anfragen ab. Zwei riesige Vollautomaten für die PCR-Analyse reichen nicht mehr. Bis Ende Januar dürfte in Münster ein dritter stehen - eine sechs- bis siebenstellige Investition. Das rechnet sich auf jeden Fall, auch, wenn die Corona-Zahlen irgendwann wieder sinken. PCR-Tests gibt es beispielsweise auch bei Hepatitis oder Clamydien, einer Geschlechtskrankheit.
Deutlich mehr PCR-Tests positiv
Das MVZ Labor ist breit aufgestellt: Corona ist nur eine von 2.000 Untersuchungen. Von den 250 Mitarbeiter:innen sind 25 momentan nur für Corona zuständig. Sie haben es nicht nur mit mehr Tests zu tun - der Anteil der Corona-Nachweise ist auch deutlich gestiegen. Gut 16% der PCR-Tests fallen positiv aus, fast soviele, wie in der ersten Welle im Früjahr letzten Jahres.