Mettingen ist Bundessieger!

Mettingen hat es im Bundesvergleich ganz nach oben geschafft! Beim Wettbewerb "Abpflastern" ist die Gemeinde Bundessieger in ihrer Liga, neben Frankfurt am Main und Flensburg.

Eine entsiegelte Fläche mit frisch gepflanzten Bäumen, Sträuchern und Stauden. Dazwischen naturnahe Spielgeräte und eine Häcksel-Schicht
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Mettingen hat beim Bundeswettbewerb "Abpflastern" die "Ewige Blume" verliehen bekommen - die höchste Auszeichnung für Projekte, die aus versiegelten Flächen naturnahe Räume schaffen. Neben Frankfurt am Main und Flensburg ist die Gemeinde Bundessieger unter den Orten ihrer Größe. Das Projekt auf dem Schulhof der Kardinal von Galen-Schulen hat die Gemeinde noch enger zusammengebracht als sie ohnehin schon war, sagte Bürgermeisterin Christina Rählmann bei der Feierstunde in der Schulaula.

60.000 Steine weggeschafft - 1.200 Quadratmeter naturnah gestaltet

Draußen konnten die Gäste sich ansehen, was seit November entstanden ist, da, wo bis vor kurzem Fahrräder auf einer Pflasterfläche standen: Etwa 1.200 Quadratmeter naturnah gestaltet, neue Bäume, Sträucher und Stauden und statt Pflaster Häcksel und Rindenmulch. Dazwischen Spiel- und Klettermöglichkeiten aus Naturmaterialien und reichlich Platz zum Treffen, Chillen oder Spielen. 60.000 Steine haben Schülerinnen, Lehrer, Eltern und Freiwillige aus dem Dorf weggeschafft.

Gemeinschaftsprojekt überzeugt Jury

Erste Ideen gab es an den KVG-Schulen schon 2020, da gab es den Bundeswettbewerb "Abpflastern" noch gar nicht. Arbeitstitel damals: Ein Lern-Lebens- und Begegnungsraum für Alle in Mettingen. Der Gedanke schon damals: Ein Gegenpol zur digitalen Welt. Und nach Wünschen der Schülerinnen und Schülern sollte alles gestaltet werden. Seitdem war das Thema in der Schulgemeinschaft irgendwie immer präsent - und: "Es ist unser Projekt," sagen diese Schülerinnen und Schüler:

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Alle feiern gemeinsamen Erfolg

Dass es viel Spaß gemacht hat, das alles zusammen zu machen, zeigt auch ein kleiner Film, der während der Feierstunde gezeigt wurde. Am 06. November ging es los: 120 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Freiwillige aus dem Dorf nahmen die Steinwüste auseinander. Um die Stelle wiederzuerkennen, braucht man schon die "Vorher/Nachher-Show" mit Drohnen-Bildern im Film.

Mehr als nur ein schönerer Schulhof

Ganz nebenbei haben die Beteiligten mit ihrem Gemeinschaftsprojekt den sozialen Zusammenhalt gestärkt, mindestens in der Schulgemeinde, wenn nicht im ganzen Dorf. Und nicht zu vergessen: Der Nutzen für die Klimaanpassung. Entsiegelte Flächen heizen sich viel weniger auf als Stein- oder Schotterwüsten. "Das ist unsere private Klimaanlage," sagt Silke Ahmann vom Projekt-Team. Kollegin Alexandra Drees findet das absolut nachahmungswürdig.

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Weitere Orte im Kreis Steinfurt erfolgreich

Dass das Thema die Menschen bewegt, zeigt sich auch daran, dass weitere Orte im Kreis Steinfurt beim Wettbewerb "Abpflastern" Spitze sind. Das macht auch den Kreis Steinfurt zum Bundessieger - auf Kreisebene, mit 2.654m² entsiegelter Fläche. Hier eine Übersicht der Orte, die in Mettingen ebenfalls ausgezeichnet wurden, jeweils in "ihrer Liga":

  • Emsdetten: Platz 2 mit 26 Entsiegelungen und 38.000 weggeschafften Pflastersteinen
  • Metelen: Platz 3 für einen entsiegelten Privatgarten
  • Greven: Platz 3 mit 13 Projekten, darunter auch öffentliche Flächen, und 17.000 Steinen
  • Westerkappeln: Platz 5
  • Steinfurt: Platz 5

Sie alle hatten in der Aula der KvG-Schulen ihren besonderen Moment und wurden ausgezeichnet.

Gruppenbild aller Ausgezeichneten mit Preisen und Urkunden, darunter eine "Ewige Blume" aus Metall. Im Hintergrund ein Monitor mit Infos zum Mettinger Projekt.
Alle Ausgezeichneten beim gemeinsamen Gruppenbild.© RADIO RST
Alle Ausgezeichneten beim gemeinsamen Gruppenbild.
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