Initiative Pro Bergmann Ampelmännchen Ibbenbüren!

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Am 19. November war Lothar Hermann aus Ibbenbüren im RADIO RST-Podcast. Sein Ziel: Grubenlampen-Ampelmännchen für Ibbenbüren, um der Bergbau-Tradition in seiner Heimatstadt ein kleines Denkmal zu setzen. Jetzt hat Hermann uns gemailt: Durch den Podcast ist die Mitgliederzahl seiner facebook-Gruppe "Pro Bergmann Ampelmännchen Ibbenbüren" von 378 auf knapp 880 hochgeschnellt und auch die Zahl derer, die bei seiner Online-Petition mitmachen hat sich weit mehr als verdoppelt - von 217 auf 591.

Erst sah es für das Kumpelmännchen gar nicht gut aus in Ibbenbüren

Der Rat hat im Frühjahr gegen das Bergmann-Ampelmännchen gestimmt - aus Sicherheitsgründen. Sollte etwas passieren, weil im Straßenverkehr jemand das unübliche Ampelmännchen missdeutet oder dadurch abgelenkt ist, läge die Verantwortung bei der Stadt. So steht es im aktuellen Erlass des Verkehrsministeriums. Das war der Politik zu heiß.

"In anderen Städten geht es doch auch"

Das denkt sich Hermann und gibt sich mit dem Ratsbeschluss nicht zufrieden. Dass viele Bergleute wie er das auch so sehen, ist der Sadt Ibbenbüren nicht verborgen geblieben. Darum sind Schreiben raus an Verkehrsminister Hendrik Wüst und die Gemeindeversicherungsanstalt, mit Bitten um Stellungnahmen. Das hat eine RADIO RST-Nachfrage ergeben.

Warten auf Rückmeldung

"Die Gemeindeversicherungsanstalt hat schon zurück geschrieben," sagt Ibbenbürens Presse-Sprecher André Hagel - und weiter: "Was drin steht, sagen wir erst, wenn auch vom Ministerium was da ist." Die Stadt warte täglich darauf. Warten ist nicht so Lothar Hermanns Ding. Er hat inzwischen mit Bürgermeistern von anderen Städten gemailt, die das Kumpelmännchen schon eingeführt haben. Moers, Mühlheim und Duisburg haben sich sofort zurück gemeldet, sagt er. Wenn Interesse bestehe: Er solle sich bei einigen Leuten da melden, man stehe voll hinter ihm.

Keinen Termin beim Bürgermeister bekommen

Einen Termin für ein persönliches Gespräch mit Ibbenbürens Bürgermeister Marc Schrameyer hat er nicht bekommen. Die nächste Bürgersprechstunde ist am 19. Dezember. Begründung: Schon alles ausgebucht. Für nächstes Jahr wisse man noch nicht. So habe Schrameyers Sekretärin allerdings erst reagiert, als er sagte, was er besprechen wollte, mailt uns Hermann. Nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen: Solange die Antwort des Verkehrsministers noch aussteht, bleibt auch für die Stadt noch vieles offen.

Konkurrenz positioniert sich gegen Schrameyer

Egal, wie es kommt: Der Handlungsbedarf für Bürgermeister Schrameyer bleibt. Lothar Hermanns facebook-Gruppe hat inzwischen ein prominentes neues Mitglied: Jürgen Bernroth, den gemeinsamen Bürgermeister-Kandidaten von CDU, UWG IFI und FDP für die Wahl am 13. September 2020.

Vielleicht geht terminlich ja noch was

Lothar Hermann hätte sich gewünscht, dass der Bürgermeister von sich aus auf ihn zukommt, rein aus Interesse. Schließlich sei Schrameyer selbst Ibbenbürener und kenne die Geschichte vom Bergbau von klein auf. Immerhin: morgen befasst der Ibbenbürener Rat sich nochmal mit dem Thema. Es bleibt spannend.

Stadtrat gibt grünes Licht

Und plötzlich sind sich alle einig: Der Stadtrat hat am Abend (13.12.19.) einstimmig beschlossen, den Ampelmännchen-Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft IFI weiter zu verfolgen. Das Thema geht jetzt in den nächsten Auschuss und die Verwaltung bereitet eine Beschlussvorlage vor. Es war eine kurze Diskussion, nach zwei kleineren Statements der Grünen und der FDP kam der Rat schon zum Beschluss.


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