XXL-Powerbank für Krisenfälle

Eine XXL-Powerbank soll Polizei und Rettungsdienste bei Stromausfällen unterstützen. Das EU-Projekt bringt mehr Sicherheit für die Grenzregion. Die Federführung liegt bei der Polizeidirektion Osnabrück.

Detailbild eines weißen Autohecks mit eingestecktem E-Ladekabel
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Stromausfall? Kein Problem! Eine XXL-Powerbank soll künftig Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in der Grenzregion zwischen Deutschland und den Niederlanden mit Energie versorgen – und das selbst in den schwierigsten Krisensituationen. Das EU-Projekt „Energy Storage Governance“ entwickelt einen Prototyp, der elektrische Einsatzfahrzeuge, Kommunikationssysteme und sogar Gebäude wie Krankenhäuser oder Polizeidienststellen zuverlässig mit Strom beliefern kann. Mit einer Förderung von rund 1,8 Millionen Euro wird die mobile Großbatterie Realität und bringt mehr Sicherheit für die Bevölkerung in westlichem Niedersachsen, dem nördlichen Münsterland und den angrenzenden Niederlanden. Die Polizeidirektion Osnabrück übernimmt die Federführung.

Grenzübergreifende Zusammenarbeit für mehr Sicherheit

Dieses Projekt ist mehr als nur Technik: Es steht für eine neue Art der Zusammenarbeit. Deutsche und niederländische Partner arbeiten Hand in Hand, um eine gemeinsame Strategie für die Energieversorgung in Krisen zu entwickeln. Ziel ist es, nicht nur die Grenzregion, sondern auch andere europäische Behörden und Sicherheitseinrichtungen von der Innovation profitieren zu lassen. Mit dabei sind 14 Partner, darunter die Hochschule Osnabrück, das Institut der Feuerwehr NRW in Münster und verschiedene Polizeibehörden.

Elektrofuhrpark als Auslöser

Die Idee für das Projekt entstand aus einem praktischen Bedarf: Die Polizeidirektion Osnabrück war eine der ersten Behörden mit einem großen Elektrofuhrpark. Doch was passiert, wenn der Strom ausfällt? Genau hier setzt die XXL-Powerbank an. Sie soll sicherstellen, dass Einsatzfahrzeuge und kritische Infrastruktur auch in schwierigen Zeiten einsatzbereit bleiben. „Mit diesem Projekt denken wir Krisenbewältigung globaler und vernetzter“, erklärt Polizeipräsident Friedo de Vries. „Das bringt mehr Sicherheit für die Menschen in der Grenzregion.“