Weltrisikobericht

Vor allem Südhalbkugel dürfte betroffen sein

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Heute kommt er raus, der neue Weltrisikobericht vom Bündnis Entwicklung Hilft. Schwerpunkt diesmal: Flucht und Migration. Es geht um die Zusammenhänge zwischen Flucht, extremen Naturereignissen und dem Klimawandel. Eins ist jetzt schon klar: Besser ist nichts geworden, eher schlimmer, sagt Jochen Oltmer von der Uni Osnabrück.

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Was jetzt schon klar ist: Wie immer trifft es die Ärmsten der Armen auf der Welt besonders hart, Gesellschaften, die dem kaum was entgegen zu setzen haben. Das haben frühere Weltrisikoberichte gemeinsam.

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Keine guten Aussichten. Das Tragische dabei: Die Verursacher des Klimawandels, die Industrie-Nationen, kommen vermutlich weitgehend ungeschoren davon.

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Deutschland ist kein Risikogebiet. Kalt lassen darf der neue Weltrisikobericht uns trotzdem nicht. Was bedeutet er für Deutschland als Einwanderungsland, wenn die meisten Katastrophen auf der Südhalbkugel drohen? Setzen Erdbeben, Stürme, Brände oder Hochwasser global also bald ganze Menschenwanderungen in Bewegung? Migrations-Experte Jochen Oltmer rechnet nicht damit.

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Dass zum Beispiel die nächste Flutkatastrophe in Bangladesh die nächsten Migranten zu uns spült, ist also eher was für Populisten. Die machen ihre Politik mit der Angst der Menschen. Niemand setzt sich mal eben ins Flugzeug oder aufs nächste Schiff nach Europa, wenn er gerade alles verloren hat. Trotzdem ist Deutschland gut beraten, zu unterstützen, bevor humanitäre Hilfe nötig wird.

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Das Wichtigste für Professor Oltmer ist, dass wir einsehen, wie kompliziert die Zusammenhänge sind. Wie sich bestimmte Katastrophen auf bestimmte Gesellschaften auswirken, ist nur begrenzt abzuschätzen. Klar für den Experten: Wer den Klimawandel zumindest bremst, wenn schon nicht aufhält, nimmt Druck vom Kessel. Es wird Zeit für eine Klimapolitik, die nicht vor der eigenen Haustür endet.

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