QuartiersKiste Münster

im neuen Jahr startet in Münster das Sharing-Projekt „QuartiersKiste“. Bewohner der Quartiere York und Oxford können kostenlos Alltagsgegenstände ausleihen.

Detailansicht einer roten Bohrmaschine von vorne mit blick auf das Bohrfutter. Alles andere ist unscharf.
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Nachhaltigkeit durch Teilen: Die QuartiersKiste in Münster

Ab sofort können die Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere York und Oxford in Münster Alltagsgegenstände wie Bohrmaschinen, Beamer oder Polsterreiniger kostenlos ausleihen. Das innovative Sharing-Projekt „QuartiersKiste“ ist Teil des Modellprojekts „Abfallfreie Quartiere“, das die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) gemeinsam mit Partnern wie Reboot Mobility GmbH und PAUL WOLFF GmbH entwickelt haben. Ziel ist es, Ressourcen zu sparen und das Teilen im Quartier zu fördern.

Einfach per App zu buchen

Die QuartiersKisten sind an der Mobilstation Nord (Oxford) und am Treff C/Surreyweg 5 (York) aufgestellt und können über eine App genutzt werden. Die kostenfreie Testphase bietet zunächst die Möglichkeit, Gegenstände auszuleihen. Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Quartiere sind eingeladen, sich für die Testphase anzumelden und wertvolles Feedback zur Weiterentwicklung des Projekts zu geben.

Open Source und wissenschaftliche Begleitung

Ein besonderes Highlight des Projekts: Die Software der QuartiersKiste wird ab Frühjahr 2026 als Open Source verfügbar sein. Dies ermöglicht anderen Kommunen, das Sharing-System zu übernehmen und anzupassen. Unterstützt wird das Projekt von verschiedenen lokalen Akteuren wie der Wohn+Stadtbau GmbH und dem Verein Kurbelbox e.V. Zudem wird das Modellprojekt „Abfallfreie Quartiere“ vom Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH Ahlen wissenschaftlich begleitet, um erfolgreiche Maßnahmen zu skalieren und auf weitere Stadtgebiete oder Kommunen zu übertragen.

Das Projekt ist Teil der Smart-City-Strategie Münster und wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Neben den Sharing-Schränken wird in den Pilotquartieren York und Oxford auch Künstliche Intelligenz zur Erkennung von Störstoffen im Bioabfall getestet.