Neubau des Rathauses in Hörstel
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.06.2024 07:22
Wird das neue Rathaus ein drittes Stockwerk bekommen? Darüber entscheiden die Menschen in Hörstel am Sonntag in einem Bürgerentscheid. Die Stadt ist klar dafür, eine Bürgerinitiative dagegen.

Schon vor längerem wurde im Rat ein Neubau des Rathauses im Ort beschlossen. Die Gründe: Die Sanierung des alten Standortes wäre sehr teuer und die Instandhaltung verursache viele Kosten. Deswegen sei ein Neubau unausweichlich. Geplant war anfangs ein zweistöckiges Gebäude, nun sieht der aktuelle Entwurf sogar drei Stockwerke vor. Am Sonntag (09.06.) treffen Bürgerinnen und Bürger in Hörstel die Entscheidung, ob das neue Rathaus am Standort Hörstel entweder dreigeschossig gebaut wird, oder ob ein zweigeschossiger Neubau entsteht und dafür das denkmalgeschützte Rathaus an der Kalixtusstraße weiter als Verwaltungsstandort genutzt wird.
Bürgerinitiative gegen den Neubau
Drei Stockwerke sind zu viele, sagt die Bürgerinitiative "Initiative für eine zukunftsfähige Stadt Hörstel. Die Stadt würde mit den Neubau zu viel Geld ausgeben: "Ein Rathaus-Neubau ist ein kostspieliges Unterfangen, das erhebliche finanzielle Belastungen mit sich bringt. Die Gelder der Steuerzahler sollten sinnvoller eingesetzt werden, beispielsweise für Bildungseinrichtungen, Gesundheitsversorgung und soziale Projekte, die der gesamten Gemeinschaft zugutekommen", schreibt die Inititiative auf ihrer Website. Der Verantwortliche der Initiative Rüdiger Keller hat den anstehenden Bürgerentscheid mit in das Leben gerufen und RADIO RST die weiteren Gründe erklärt.
Die Stadt Hörstel gibt an, dass der Neubau des Rathauses rund 21,25 Millionen Euro kosten wird. Für die Stadt sprechen viele Gründe klar für den Neubau des Rathauses mit drei Stockwerken. Ein wesentlicher Grund ist die Reduzierung der Standorte der Verwaltung. Bisher ist die Verwaltung der Stadt auf vier Gebäude aufgeteilt. Der Rathaus-Neubau mit drei Stockwerken würde dafür sorgen, dass in Zukunft nur noch zwei Standorte nötig sind. Das hat Bürgermeister Ostholthoff RADIO RST erläutert.
Die Stadt hat ein FAQ für die Menschen in Hörstel eingerichtet. Der Personalrat der Stadt hat sich hinter den Neubau mit drei Stockwerken gestellt und appelliert, bei der Abstimmung an die Mitarbeitenden zu denken: "Alle Kolleginnen und Kollegen wünschen sich gute und zeitgemäße Arbeitsbedingungen, frei von Einflüssen wie eindringende Feuchtigkeit, Schimmel und unangemessene Raumtemperaturen im Winter und Sommer. Darüber hinaus stärkt eine Reduzierung von 4 auf 2 Standorte das Zusammengehörigkeitsgefühl. Wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen endlich räumlich zusammenrücken. So können wir als Team weiter zusammenwachsen und agieren. Kommunikation und Absprachen unter den Fachdiensten werden deutlich vereinfacht und dadurch Arbeitsabläufe optimiert." Zudem sei von den bisherigen Verwaltungsstandorten nur einer barrierefrei. Die Mitarbeitenden sehen zudem eine Erleichterung für alle Menschen in Hörstel: "Eine Reduzierung von 4 auf 2 Standorte stellt auch für die Bürgerinnen und Bürger eine deutliche Vereinfachung dar. Es kommt täglich vor, dass Bürgerinnen und Bürger zur Klärung ihrer Anliegen vor dem falschen Verwaltungsstandort stehen und daher zu einem anderen Standort geschickt werden müssen. Das sorgt für Frust bei allen Beteiligten".


