Kurzarbeit bei W&H in Lengerich wegen Trumps Zöllen
Veröffentlicht: Montag, 02.02.2026 07:05
Beim Maschinenbauer Windmöller & Hölscher in Lengerich sind ist ein Großteil der Beschäftigten in Kurzarbeit. Schuld daran sind auch die Zoll-Drohungen von US-Präsident Trump.

1.600 Mitarbeitende des Maschinenbauers Windmöller & Hölscher in Lengerich sind derzeit in Kurzarbeit. Die Beschäftigten arbeiten bis zu 30 Prozent weniger und verdienen entsprechend weniger Geld. Dieser Schritt war unter anderem wegen US-Zollpolitik nötig, sagt W&H-Chef Falco Paepenmüller: „Die geringe Auslastung, die wir jetzt sehen, hat ihren Ursprung in fehlenden Aufträgen im Frühjahr und im Sommer 2025. Diese Auftragsdelle lässt sich ganz klar an die ersten Zollankündigungen der US-Regierung knüpfen. Die Weltwirtschaft war verunsichert. Viele unserer Kunden haben größere Investitionen zunächst aufgeschoben.“
Hoffnung bei W&H in Lengerich
Inzwischen habe sich das geändert. Viele Unternehmen würden wieder in neue Maschinen investieren. „Wir rechnen ab dem Sommer wieder mit deutlich mehr Auslastung. Die Maschinen, die seit Herbst 2025 in unsere Auftragsbücher gekommen sind, gehen dann in die Umsetzung. Kurzarbeit ist für uns eine temporäre Maßnahme, und unser Ziel ist es, im zweiten Halbjahr wieder mit voller Produktionskraft durchzustarten“, sagt Paepenmüller. Das Familienunternehmen sei finanziell stabil und technologisch führend. Deshalb blickt der Chef optimistisch in die Zukunft.


