Ibbenbüren wird Energiespeicher

Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche in Ibbenbüren entsteht ein neues Schlüsselprojekt für die Energieversorgung. Der Investor GFGBA (Gesellschaft für Großbatterie-Anlagen mbH) errichtet dort den größten Batteriespeicher in Nordrhein-Westfalen. Ziel der Anlage ist es, Strom zu speichern, wenn er im Überfluss vorhanden ist, und ihn bedarfsgerecht wieder ins Netz einzuspeisen.

© Entwurf: GFGBA

Strom aus Wind – gespeichert im Münsterland

Der Großbatteriespeicher nimmt vor allem Strom aus Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee auf. Über das Höchstspannungsnetz wird die Energie ins Münsterland transportiert und in Ibbenbüren zwischengespeichert. Zusätzlich kann lokal erzeugter Strom aus Ibbenbüren und der Region in die Batterien eingespeist werden. So werden regionale und überregionale erneuerbare Energien miteinander verknüpft.

Direkter Anschluss an das 380-kV-Netz

Ein zentraler Vorteil des Standorts ist der direkte Anschluss an das 380-Kilovolt-Höchstspannungsnetz. Möglich wird dies durch die weiterhin vorhandene Hochspannungsleitung aus der Zeit des Zechenbetriebs. Gemeinsam mit dem Stromkonverter des Netzbetreibers Amprion entsteht so eine leistungsfähige Netzanbindung. Die vorhandene Infrastruktur wird weitergenutzt und sinnvoll in die Energiewende integriert.

Containerbasierter Speicher in Rekordgröße

Der Batteriespeicher besteht aus zahlreichen Containern, die mit modernen Batteriezellen ausgestattet sind. In ihrer Gesamtheit verfügt die Anlage über eine sehr hohe Speicherkapazität. Rechnerisch kann der Speicher Strom für rund 500.000 Vier-Personen-Haushalte für einen Tag bereitstellen. Damit setzt das Projekt einen neuen Maßstab für Energiespeicherung in Nordrhein-Westfalen.

Wirtschaftlicher Nutzen für die Stadt

Der Betrieb des Energiespeichers erfolgt weitgehend automatisiert, sodass dadurch keine neuen Arbeitsplätze entstehen. Dennoch profitiert die Stadt Ibbenbüren wirtschaftlich durch Steuereinnahmen und Nutzungsentgelte. Zusätzlich sind auf dem neu entwickelten I-NOVA-Park weitere Projekte geplant, die künftig neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse schaffen können.