Holocaust-Gedenktag

Heute (27. Januar) wehen die Flaggen im Kreis Steinfurt auf halbmast. Der Holocaust-Gedenktag erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus und mahnt gegen Fremdenhass.

Mann mit Hut in Arbeitskleidung und Weste kniet vor aufgenommenem Straßenpflaster. Stolpersteine liegen bereit, um sie in das Loch einzusetzen.
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Holocaust-Gedenktag im Kreis Steinfurt: Flaggen auf halbmast

Heute (27. Januar), am 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, wehen die Flaggen am Steinfurter Kreishaus und vielen weiteren öffentlichen Gebäuden auf halbmast. Der Tag erinnert an die mehr als eine Million Menschen, die im größten deutschen Vernichtungslager ermordet wurden. Er steht als Mahnung gegen Fremdenhass und Extremismus.

Erinnern an die Opfer des Holocaust

Der 27. Januar ist seit 1996 in Deutschland ein offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Vereinten Nationen erklärten ihn 2005 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag. Landrat Dr. Martin Sommer betont die Bedeutung des Erinnerns: „Die Opfer des Nationalsozialismus dürfen wir nie vergessen. Gerade heute, wo antisemitische Strömungen und politische Polarisierungen unseren sozialen Zusammenhalt gefährden, ist das Gedenken wichtiger denn je.“

Stolpersteine in Nordwalde: Erinnerung an NS-„Euthanasie“-Opfer

Ebenfalls heute hat der Künstler Gunter Demnig vor dem Bürgerzentrum in Nordwalde vier Stolpersteine für Opfer der NS-„Euthanasie“ verlegt. Die Nationalsozialisten ermordeten gezielt Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Die Stolpersteine bringen ihre Namen und Geschichten zurück in die Öffentlichkeit. Begleitend dazu zeigt eine Ausstellung im Bürgerzentrum noch bis zum 6. Februar die Schicksale dieser lange vergessenen Opfergruppen.