Höhere Parkgebühren für die Umwelt?

Zum Shoppen, zum Ausgehen, zum Send. Viele fahren nach Münster oder Osnabrück mit dem Auto. Parken in der Innenstadt ist in den meisten Städten viel zu günstig, sagt die Deutsche Umwelthilfe. Sie fordert: Flächendeckende Parkgebühren von mindestens 3 Euro pro Stunde

3 Euro kostet meistens ein Einzel-Ticket für Bus und Bahn. Die Umwelthilfe sagt: Wäre das Parken teurer, würden mehr Leute mit den Öffis fahren. Sie hat die Parkgebühren in rund 100 größeren Städten verglichen. Das Ergebnis: Nur Stuttgart und Osnabrück kommen auf 3 Euro pro Stunde, überall dort, wo das Parken kostet.

In Münster zahlst Du zwischen 1,60 € und 2,50 €. In den kleineren Städten kostet das Parken noch weniger. In Rheine zum Beispiel zwischen 50 Cent und 1,50 € pro Stunde. Ähnlich ist es in Emsdetten (1 € pro Stunde) und Ibbenbüren (1,20 € pro Stunde). Die Deutsche Umwelthilfe fordert, dass die Einnahmen direkt in den Ausbau von Bus, Bahn und Radwegen fließen. Die Stadt Rheine hat uns gesagt, dass das Geld gerade so reicht, um die Parkhäuser zu betreiben. Ibbenbüren hat im letzten Jahr eine halbe Million Euro an Parkgebühren eingenommen. Das geht in den allgemeinen Haushalt der Stadt. Deshalb lässt sich nicht zuordnen, was damit genau passiert.

Der Verkehrsexperte Prof. Gernot Sieg von der Uni Münster hält die Forderung der Umwelthilfe für nicht sinnvoll. Schon jetzt seien teilweise Bustickets günstiger als ein Parkplatz. Erst wenn man das Parken richtig teuer mache, werde man auch einen Effekt sehen.

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