ADAC Luftrettung im Kreis Steinfurt: Bilanz 2025
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.02.2026 09:42
Die ADAC-Rettungshubschrauber aus Rheine und Greven waren letztes Jahr wieder stark im Einsatz. Der Hubschrauber „Christoph Europa 2“ aus Rheine ist im vergangenen Jahr 1.035-mal gestartet. Der Intensivtransport-Hubschrauber „Christoph Westfalen“ aus Greven kam auf 895 Einsätze.

Am häufigsten ging es um Verletzungen nach Unfällen – zum Beispiel im Straßenverkehr, beim Sport oder in der Freizeit. Auch bei Herzinfarkten und Schlaganfällen wurde die Luftrettung oft gerufen. Der große Vorteil für uns hier in der Region: Die Teams sind schnell vor Ort und können Patienten in kurzer Zeit in Kliniken bringen. Gerade bei schweren Notfällen kann das entscheidend sein.
Die Einzelheiten aus Greven und Rheine
„Christoph Europa 2“ (Rheine): 1035 Einsätze
- Verletzung nach Unfällen: 53 Prozent
- Notfälle Herzkreislauf-System: 21 Prozent
- Neurologische Notfälle: 12 Prozent
- Notfall des Atmungssystems: 4 Prozent
- Internistische Notfälle: 2 Prozent
- Sonstige Notfälle: 7 Prozent
„Christoph Westfalen“ (Greven): 895 Einsätze
- Verletzung nach Unfällen: 56 Prozent
- Notfälle Herzkreislauf-System: 14 Prozent
- Neurologische Notfälle: 16 Prozent
- Notfall des Atmungssystems: 6 Prozent
- Internistische Notfälle: 2 Prozent
- Sonstige Notfälle: 6 Prozent
ADAC Luftrettung
„Um die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft auch in Zukunft uneingeschränkt sicherzustellen, muss die vom Bundesgesundheitsministerium aktuell vorangetriebene Reform der Notfallversorgung jetzt umgesetzt werden“, betont Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung. „Der Rettungsdienst muss weiterentwickelt werden. Wir brauchen dringend längere Einsatzmöglichkeiten auch in der Dunkelheit, flexiblere Arbeitszeitmodelle, eine flächendeckende digitale Vernetzung der Leitstellen und eine länderübergreifende Einsatz- und Bedarfsplanung mit einheitlichen Qualitätsstandards“, erklärt er.
Im vergangenen Jahr fanden 3314 Flüge in der Dämmerung und Dunkelheit statt (2024: 3159). Darunter waren auch hochanspruchsvolle Notfalleinsätze mit Landung an unbeleuchteten Plätzen. Möglich sind diese durch spezielle Nachtsichtbrillen. Sie sind Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt. Zu den bundesweiten sechs damit ausgerüsteten Stationen gehören auch zwei aus NRW: „Christoph Westfalen“ (Greven) und „Christoph Rheinland“ (Köln).


