
NEWS vom 20.02.20
17:15 Uhr - Münster: Kundgebung zum Gedenken der Opfer von Hanau
In Münster gibt es um 18:00 Uhr eine Kundgebung zum Gedenken der Opfer des Anschlags von Hanau. Das Anti-Rechts-Bündnis "Seebrücke" Münster ruft über facebook dazu auf, in einer halben Stunde zur Windthorststraße zu kommen. Ein 43-jähriger Deutscher hatte in einer Shisha-Bar in Hanau neun überwiegend ausländisch aussehende Menschen erschossen, außerdem seine Mutter und schließlich sich selbst. Der Generalbundesanwalt wertet die Tat als zutiefst rassistisch.
16:03 Uhr - Münster: Neuer Preis für Zivilcourage für SCP und seine Fans geschaffen
Der Fußball-Drittligist Preußen Münster und seine Fans haben eine Auszeichung für Zivilcourage bekommen. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen schafft extra wegen des Verhaltens der Münsteraner beim Spiel gegen die Würzburger Kickers einen neuen Preis, den ab sofort einmal im Jahr Vereine und Einzelpersonen verliehen bekommen, die sich ähnlich verhalten. In der Schlussphase des Spiels hatte ein 29-Jähriger aus Laer den farbigen Würzburger Spieler Leroy Kwadwo mit Affenlauten rassistisch beleidigt. Die Münsteraner riefen darauf "Nazis raus!" und halfen, den Mann zu finden, nachdem er die Tribüne verlassen hatte. Gegen den Laerer läuft eine Anklage wegen Volksverhetzung. Er hat drei Jahre Stadionverbot.
14:11 Uhr - Lienen: Etwa ein Dutzend Hinweise zur Explosion in einem Wohnhaus
Die Mordkommission wertet etwa ein Dutzend Hinweise zur tödlichen Explosion in einem Wohnhaus am Samstag vor zwei Wochen aus. Die Staatsanwaltschaft hatte gestern eine Belohnung von 5.000 €uro ausgesetzt. Die Ermittler gehen davon aus, das Jemand im Keller des Hauses eine Gasflasche geöffnet und eine brennende Kerze hinterlassen hat, die das Gas zur Explosion brachte. Die Spurensicherung an der Kerze läuft noch. Bei der Explosion war ein junger Feuerwehrmann von Trümmern erschlagen worden. Zur vollständigen Meldung.
13:57 Uhr - Osnabrück: Caritas im Bistum beteiligt sich an Kampagne "Gutmenschen"
Auch die Caritas im Bistum Osnabrück beteiligt sich an der Kampagne "Gutmenschen". Damit möchte sie die Menschen ermutigen, sich für andere zu engagieren. Und die Caritas möchte denjenigen etwas entgegenstellen, die mit dem Wort "Gutmenschen" andere herabsetzen. Im Bistum Osnabrück ist unter anderem eine Videoaktion geplant. Sie ruft Menschen dazu auf, sich gegenseitig zu sagen, was sie aneinander gut finden. Bei der Caritas im Bistum Münster läuft die Kampagne schon.
11:48 Uhr: Pollensaison gestartet
In unserer Region fliegen jetzt schon die ersten Pollen. Das ist mehr als vier Wochen früher als sonst, sagte ein Sprecher der Krankenkasse AOK. Viele, die gegen Frühblüher wie Birke, Erle oder Hasel allergisch sind, haben jetzt schon Heuschnupfen. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts hatte ergeben, dass etwa jeder siebte Erwachsene eine Pollenallergie hat.
11:39 Uhr - Kreis Steinfurt: Immer mehr Menschen auf Zweitjob angewiesen
Immer mehr Menschen kommen nur noch mit zwei Jobs über die Runden. Nach Informationen der Gerwerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätte im Münsterland haben kreisweit etwa 18.600 neben ihrer regulären Stelle einen Minijob. Die meisten arbeiten nebenbei in Restaurants, Gaststätten und Hotels. Für die NGG ist das eine Schieflage auf dem Arbeitsmarkt. Gastwirte und Bäckermeister, die über den Fachkräftemangel klagen, aber gleichzeitig auf 450-Euro-Kräfte setzen, schneiden sich ins eigene Fleisch, so das Argument. Minijobber seien keine Fachleute - und die gebe es nur für angemessenen Lohn.
10:33 Uhr - Osnabrück: Muslimische Gefängnis-Seelsorger
Die Uni Osnabrück bildet künftig muslimische Gefängnis-Seelsorger aus. Die Uni macht das zusammen mit dem Land Niedersachen. In den Gefängnissen gibt zu wenige gut ausgebildete Seelsorger für Muslime, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums. Ziel ist es, den gleichen Standard zu erreichen wie bei der Ausbildung von evangelischen und katholischen Seelsorgern.
09:09 Uhr: Reaktionen auf Tempo 30-Vorschlag
Der Vekehrsexperte Becker von der Technischen Universität Dresden fordert Tempo 30 flächendeckend für Innenstädte. Es sagt: "Dann gibt es weniger Unfälle, Abgase und Lärm." Über das Thema diskutieren wir heute Morgen bei RADIO RST. Auf der RADIO RST-Facebookseite sind die meisten gegen Tempo 30 in Städten und Ortskernen. Ulrike schreibt: "Da, wo Schulen und Kindergärten sind, ist Temo 30 sinnvoll. Aber nicht auf Hauptstraßen. Warum soll ich 30 fahren, wenn die Straße frei und breit ist?" Und Matthias postet: "Überlegt mal, wie lange man mit 30 braucht. Selbst die Schnecken fangen an zu lachen, wenn sie uns überholen." Kira sagt, es gehe oft sowieso nur langsam voran. Sie schreibt: "Im Berufsverkehr in Rheine schaffe ich es in der Innenstadt kaum schneller als 25/ 30 km/h zu fahren." Und Tino fordert: "Zuerst sollten die Behörden es mal hinbekommen, dass Tempo 30 in den ausgewiesenen Zonen eingehalten wird."
08:03 Uhr - Münster: Doppelte Bombenentschäfung am Domplatz möglich
Eine doppelte Bombenentschärfung legt nächste Woche Freitag (28.02.20) möglicherweise das Leben rund um den Domplatz lahm. Es gibt zwei Verdachtspunkte auf Blindgänger. Bestätigt sich der Verdacht, wird der Bereich im Umkreis von 250 Metern evakuiert. In dem Gebiet liegen unter anderem Gebäude der Bezirksregierung, der Uni, der Stadtverwaltung und des Bistums. Zur vollständigen Meldung.
06:37 Uhr - Münster: Westfälischer Friedenspreis an Zsipras und Zaev
Der Preis des Westfälischen Friedens geht in diesem Jahr an die ehemaligen Ministerpräsidenten von Griechenland und Nordmazedonien. Das hat die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe am Abend bekannt gegeben. Zsipras und Zaev hatten sich dafür eingesetzt, dass das Land Mazedonien sich in Nordmazedonien umbenennt. Wegen des Namensstreits hatte es Jahrzehnte lang Spannungen auf dem Balkan gegeben. Der zweite Teil des Friedenspreises geht an die Kinder und Jugendlichen von "Plant for the Planet". Sie pflanzen Bäume gegen den Klimawandel. Zur vollständigen Meldung.
06:05 Uhr: Landratskandidaten für den Kreis Steinfurt
Die CDU im Kreis Steinfurt hat ihren Landratskandidaten nominiert. Es ist Matthias Krümpel, der Erste Beigeordnete der Stadt Rheine. Die FDP unterstützt den Kandidaten. Kreisdirektor Sommer hatte seine Kandidatur nach wochenlangen Diskussionen in der CDU zurückgezogen. Die Grünen haben Birgit Neyer aufgestellt, die Chefin der Wirtschaftsförderung des Kreises Steinfurt. Zur vollständigen Meldung.
NEWS vom 19.02.20
15:11 Uhr - Osnabrück: Weitere Verurteilte wegen Betrugsmasche mit falschen Polizisten
Die Richter am Landgericht Osnabrück haben drei Männer aus Münster, Osnabrück und Mannheim zu teils hohen Haftstrafen verurteilt. Sie gehörten zu einer Betrüger-Bande, die im großen Stil mit Fake-Anrufen von Istanbul aus bundesweit vor allem ältere Menschen um Geld und andere Wertsachen gebracht haben. Es war die Masche mit dem angeblichen Polizisten, der kommt, um diese abzuholen und "in Sicherheit" zu bringen, nachdem die Polizei von einem drohenden Einbruch beim Angerufenen erfahren hat. Im Konkreten Fall hatten die Männer ältere Menschen in Beckum, Dortmund, Nordhorn und Salzbergen um insgesamt mehr als 65.000 €uro gebracht. Aussagen aus einem früheren Fall hatten den Ermittlern letzte Woche Festnahmen in Deutschland und der Türkei ermöglicht.
14:51 - Kreis Steinfurt: Landratskandidatenkür bei der CDU
Die CDU im Kreis Steinfurt stellt heute Abend in Saerbeck ihren Kandidaten für die Landratswahl im September auf. Es gilt als sicher, dass die Wahl auf Rheines ersten Beigeordneten Matthias Krümpel fällt. Kreisdirektor Martin Sommer hatte Ende Januar seine Kandidatur zurückgezogen, mit Hinweis auf eine Vorab-Festlegung der Kreis-CDU, die er als "unwürdig" empfindet. Die SPD wird im April wohl das 30-jährige Kreistagsmitglied Matthias Himmelreich aus Kattenvenne ins Rennen schicken, die Grünen haben schon die Chefin der Wirtschaftsförderung des Kreises Birgit Neyer nomminiert.
12:59 Uhr - Lienen: Belohnung nach tödlicher Explosion ausgesetzt
Die Staatsanwaltschaft hat 5.000 €uro als Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die helfen, die tödliche Explosion von Lienen aufzuklären. Die Ermittler gehen davon aus, dass Jemand im Keller des Wohnhauses am Diekesdamm eine Gasflasche geöffnet und dann eine brennende Kerze hinterlassen hat, die das Gas zur Explosion brachte. Experten vom Landeskriminalamt haben an der Gasflasche DNA-Spuren gesichert. Sie brauchen weitere Hinweise, zum Beispiel, woher sie stammt oder wer sie zuletzt benutzt hat. Bei der Explosion am Samstag vor zwei Wochen wurde ein junger Feuerwehrmann auf der Suche nach Hausbewohnern unter Trümmern begraben und starb. Zur vollständigen Meldung.
12:16 Uhr - Region: Digitalisierung setzt neue Maßstäbe
Die Wirtschaft in der Region Osnabrück, im Emsland und in der Grafschaft Bentheim braucht Mitarbeiter, die fit sind für die Digitalisierung. Das sagte ein Sprecher der Industrie- und Handelskammer aus Osnabrück. Es sei wichtig, dass das stärker Teil der Aus- und Weiterbildung wird. Auch an den Hochschulen seien digitale Kompetenzen wichtig. In Osnabrück gibt es an der Uni und der Hochschule einen Schwerpunkt im Bereich Künstliche Intelligenz.
11:30 Uhr - Münster: Heute Vollversammlung von Fridays for future im Bennohaus
Fridays for Future plant die nächste Großdemo in Münster am 24. April. Darum geht es heute Nachmittag (Mi., 19.02., 17:00) in einer Vollversammlung im Bennohaus. Außerdem besprechen die Klima-Aktivisten schon politische Fragen zur Kommunalwahl im September. Zur Vollversammlung ist Jeder ohne Anmeldung eingeladen.
11:11 Uhr - Region: Tips für den Straßenkarneval
In der Woche vor Rosenmontag gibt die Polizei schonmal Tips, damit im Straßenkarneval nichts schief geht. Die Osnabrücker Beamten weisen besonders darauf hin, das auch für Jecken verfassungsfeindliche Symbole oder beispielsweise ein Adolf Hitler-Outfit verboten sind, täuschend echte Waffen sowieso. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Festnahme und bis zu 10.000 €uro Strafe. Die Polizei in Münster erinnert vor allem an die unterschiedlichen Promillegrenzen bei Autos, E-Scootern oder Fahrrädern und rät dazu, für den Heimweg über Alternativen nachzudenken.
10:36 Uhr - Riesenbeck: Laumann stoppt Verkauf von Himmelslaternen
NRW-Arbeitsminister Laumann aus Riesenbeck ist gegen Anbieter von Himmelslaternen vorgangen. Der Arbeitsschutz hat bei vier Online-Händler aus NRW den Verkauf gestoppt. Die Laternen seien nicht sicher. Anfang des Jahres hatte eine Himmelslaterne den Brand im Krefelder Affenhaus ausgelöst. Etwa 50 Affen kamen ums Leben. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass das Abbrennen der Laternen verboten sei, der Verkauf jedoch nicht, sagte Laumann.
09:35 Uhr - Münster: Gericht arbeitet Asylklagen ab
Das Oberverwaltungsgericht arbeitet immer noch Asylverfahren aus den letzten Jahren ab. Als vor fünf Jahren viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen, stieg auch die Zahl der Asylklagen. Am Oberverwaltungsgericht in Münster sind es aktuell noch 2.100 Fälle.
09:24 Uhr: Grippewelle in der Region
In der RADIO RST-Region ist die Grippewelle in vollem Gange. Allein im Kreis Steinfurt gibt es in diesem Jahr bislang etwa 480 bestätigte Fälle. Das sind deutlich mehr als letztes Jahr um diese Zeit. "Das ist nicht ungewöhnlich", sagte uns ein Sprecher des Gesundheitsamtes des Kreises Steinfurt. Die Dunkelziffer liege deutlich höher, da es bei vielen Patienten nicht nötig sei, einen Labortest zu machen. Zur vollständigen Meldung.
07:45 Uhr: Thementag "Starke Frauen"
Familienministerin Giffey fordert, dass in großen Unternehmen in Zukunft mindestens eine Frau im Vorstand sitzt. Über das Thema diskutieren wir heute bei RADIO RST an unserem Thementag "Starke Frauen". Auf der RADIO RST-Facebookseite fänden es viele gut, wenn künftig in großen Unternehmen mindestens eine Frau im Vorstand sitzt. Irmi schreibt: "Solange keine Gleichstellung in den Köpfen da ist, sollte es gesetzlich geregelt sein." Tina sieht das anders. Sie postet: "Es soll der Mensch Chef werden, der das Zeug dazu hat. Das Problem ist, dass Frauen im Job ausfallen, wenn sie Mutter werden. Da werden die Damen von den Männern überholt." Tanja ist stattdessen für geschlechtsneutrale Bewerbungen. Erst dann werde nur noch nach Qualifikation entschieden. Zur vollständigen Meldung.
06:48 Uhr - Münster: Protest der Landwirte
In Münster haben am Nachmittag etwa 450 Landwirte protestiert, dieses mal auf Fahrrädern. Ihr Ziel war die Halle Münsterland. Dort war Bundes-Agrarministerin Klöckner Gast auf einer Tagung. Landwirte in unserer Region protestieren seit Monaten, unter anderem gegen schärfere Düngeregeln. In der kommenden Woche planen sie eine Traktor-Sternfahrt nach Recke zum politischen Aschermittwoch der CDU. Dort tritt unter anderem CDU-Generalsekträr Ziemiak auf.
06:25 Uhr: Bilanz der Handwerker
Für die meisten Handwerksbetriebe in der Region ist das vergangene Jahr gut gelaufen. Für dieses Jahr erwartet die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf ein Umsatzplus von zwei Prozent. Hauptproblem ist weiter der Fachkräftemangel. Das Coronavirus in China wirkt sich auf die Handwerker in der Region nur wenig aus. Einige Betriebe warten zum Beispiel schon länger auf Computer-Teile aus China. Zur vollständigen Meldung.