
Die beiden stärksten Blitze in Deutschland wurden in NRW gemessen. Der stärkste Blitz wurde im Kreis Wesel in Dinslaken gemessen mit einer Entladung mit mehr als 348.000 Ampere.
In kürzester Zeit wurde dabei mehr als 20.000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist. (nowcast)
Den zweitstärksten Blitz haben Experten in der RADIO RST-Region in Lienen gemessen mit einer Ladung von 329.700 Ampere.
Spitzenteiter Bayern
In Bayern wurden die meisten Blitze gemessen. Es waren exakt 1.065.066 Blitze. Danach folgt Niedersachsen mit 503.096 Blitzen. Die wenigsten Blitze wurden in den flächenmäig kleinsten Bundesländern Hamburg und Bremen gemessen.
Weniger Blitze als sonst
Durch das trockene und heiße Wetter gab es weniger Blitze als üblich. An 76 von 92 Tagen wurden Blitze registriert. Die meisten Gewitter gab es in Bayern in den Alpen.
Auch wenn es weniger Blitze als üblich gab, waren die Gewitter durchaus heftig. In Erinnerung bleibt unter anderem der Pfingstmontag, als ein Superzellengewitter mit großem Hagel für schwere Schäden im Großraum München sorgte. Am Flughafen wurde eine Orkanböe von 118 km/h gemessen, in Mühldorf am Inn gar 120 km/h. Noch größere Windgeschwindigkeiten mit bis zu 151 km/h in Kümmersbruck wurden am 18. August gemessen, als Unwetter vor allem in Hessen und Franken für schwere Schäden sorgten. Weiters kam es auch zu kleinräumigen Überflutungen, wie etwa in Hamburg am 27. August, als 39 Liter pro Quadratmeter innerhalb von einer Stunde vom Himmel prasselten. Noch größere Regenmenge gab es in Potsdam am 11. Juni mit rund 80 Litern pro Quadratmeter in knapp 5 Stunden.