
Das bestehende Frauenhaus in Rheine allein reicht nicht mehr aus, um die steigende Zahl von Frauen unterzubringen, die Opfer von Gewalt werden. „Der Bedarf steht fest,“ sagte Kreissozialdezernent Tilman Fuchs im RADIO RST-Gespräch. Das Haus in Rheine wird vom Land NRW gefördert und vom Kreis mitfinanziert. Jetzt wird zu klären sein, wie das bei einem zweiten Frauenhaus aussähe. Außerdem gehe es um die Frage, wohin mit einem zweiten Frauenhaus. Standort wäre nicht automatisch Rheine.
Ganzes System der Frauenhilfe auf dem Prüfstand
In diesem Zusammenhang prüft die Kreisverwaltung, wie es mit der Personaldecke der zwei Beratungsstellen aussieht und ob eventuell eine zusätzliche halbe Stelle nötig ist, die der Kreis dann bezahlen würde. Dass Handlungsbedarf besteht, darüber ist die Politik sich einig.
Politischer Konsens über Notwendigkeit
Vor dem Kreisausschuss hatte es auch schon im Sozialausschuss keine Diskussion gegeben, sondern ein einstimmiges Votum. Zur Sitzung des Sozialausschusses am 12. Juni nächsten Jahres möchte die Verwaltung Ergebnisse vorlegen, die dann auch schon für den Haushalt 2025 relevant wären. Die Entscheidung fällt danach im Kreistag.