
Zweiter Vogelgrippe-Verdachtsfall in der Grafschaft Bentheim
In der Grafschaft Bentheim gibt es einen zweiten Verdachtsfall – wieder in der Gemeinde Wietmarschen. Betroffen ist ein Putenbetrieb mit rund 28.000 Tieren. Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg hat den Verdacht am Dienstag offiziell bestätigt.
Veröffentlicht: Dienstag, 18.11.2025 14:11
In einem der drei Ställe wurden viele verendete Puten gefunden. „Zahlreiche Tiere zeigen eine ausgeprägte Klinik, also auffällige Symptome der Vogelgrippe“, erklärt Kreisveterinär Dr. Hermann Kramer. Noch handelt es sich um einen Verdachtsfall – die endgültige Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut wird am Mittwoch erwartet.
Bereits 120.000 Tiere getötet
Erst letzte Woche hatte der Landkreis Grafschaft Bentheim einen großen Ausbruch in einem Geflügel-Großbetrieb in Wietmarschen gemeldet. Dort leben mehr als 400.000 Legehennen. In einem der zehn Ställe war das Virus festgestellt worden. Um eine weitere Verbreitung zu verhindern, wurden rund 120.000 Tiere getötet und abtransportiert. Die restlichen Hennen dürfen zunächst bleiben.
Kreisveterinäramt im Dauereinsatz
„Wir haben das Monitoring und die Probennahmen in den anderen Ställen stark ausgeweitet“, so Kramer weiter. Die bisherigen Untersuchungen seien unauffällig verlaufen. Auch bei verendeten Hühnern habe es bisher keine Hinweise auf das Virus gegeben.
Schutzzonen bleiben bestehen
Rund um den betroffenen Betrieb gelten strenge Regeln. Innerhalb einer Schutzzone von drei Kilometern und einer Überwachungszone von zehn Kilometern liegen etwa 280 Geflügelhaltungen mit zusammen rund 2,5 Millionen Tieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veterinäramts besuchen derzeit die Betriebe, nehmen Proben und kontrollieren die Hygienemaßnahmen. Sollte sich der zweite Verdachtsfall bestätigen, würden sich die bestehenden Restriktionszonen teilweise überschneiden – und die Schutzmaßnahmen nochmals ausgeweitet.