
Ein 17-jähriger Ibbenbürener war am Torfmoorsee in Hörstel unterwegs und tauchte irgendwann nicht mehr auf. Rund 3 Stunden und etliche Suchmaßnahmen später haben Feuerwehrtaucher ihn tot aus dem See gezogen. Am Bockholter See in Greven wurde einen 44-jähriger Münsteraner von Bekannten entdeckt, wie er leblos auf dem Wasser getrieben ist. Er starb trotz der Wiederbelebungsversuche der Bekannten und der alamierten Rettungskräfte der Feuerwehr noch vor Ort.
Klaus Wagner von der DLRG Westfalen sorgt sich derzeit, dass es zu noch mehr Todesfällen kommen könnte. "Die Befürchtung steht im Raum", sagt er.
Denn wegen der Abstandsregeln dürfen Bäder nicht zu voll werden. Viele verhängen daher Einlass-Stopps oder bestehen auf eine Online-Reservierung. "Die Corona-Regelungen sind absolut sinnvoll. Aber die Menschen haben so weniger Chancen sich abzukühlen." Deshalb weichen manche auf unbewachte Stellen an Seen und Flüssen aus.
Die DLRG mahnt jedes Jahr, wie gefährlich Schwimmen an unbewachten Stellen ist. Trotzdem sind viele Schwimmer leichtsinnig und überschätzen ihre eigene Leistungsfähigkeit. 2019 sind 65 Menschen in NRW ertrunken - 46 von ihnen in Flüssen, Seen und Teichen. In ganz Deutschland starben im Vorjahr 417.