
Die Stadt Münster versucht so, den Menschen einen Blick auf eine städtische Zukunft zu geben, in der es weniger Verkehr, Lärm und Schadstoffe gibt und dafür mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität. Gastwirt:innen in der Straße haben Tische und Stühle herausgestellt.
Verkehrsversuche in Münster laufen seit Mai
Am Bült gibt es schon seit Mai ein kleines Stück umgewandelten Stadtraum: Wo vorher auf 24 Parkplätzen Autos das Bild prägten, ist ein kleiner Platz mit Außengastronomie, grünem Rasenteppich, Sitzmöglichkeiten, einem Sandkasten und dem "grünen Zimmer", einem schattigen Plätzchen zum Ausruhen und Verweilen, entstanden.
Meinung Aller ist gefragt
Die Stadt Münster möchte wissen, wie die Münsteranerinnen und Münsteraner über diese Veränderungen auf Zeit denken. Was wird als gut, was wird eher negativ empfunden? Welche Ideen und Anregungen gibt es? Dieses Feedback ist wichtig für zukünftige Planungen. Für Ende August ist daher ein Abend für die Anwohnenden und Anliegenden geplant. Für alle Interessierten gibt es außerdem ab Mitte August geführte Spaziergänge durch das Martiniviertel.
Wirtschaft fühlt sich übergangen
Es gibt auch Kritik: Die Verkehrsversuche seien nicht gut abgestimmt, heißt es bei der Industrie- und Handelskammer. Vor allem die durchgehende Busspur vom Ludgerikreisel bis zum Landeshaus sorge für Staus, weil dadurch vorm Hauptbahnhof eine Spur wegfällt. Wegen der Großbaustelle im Bereich Hansaring/Wolbecker Straße/Hohenzollernring fehle eine Ausweichstrecke. Die Stadt habe weder die Interessengemeinschaft Bahnhofsviertel noch die einschlägigen Branchenverbände oder die IHK einbezogen.