
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt befürchtet einen corona-bedingten Investitionsstau im Kreis Steinfurt. Letztes Jahr hat der Kreis gut 100 Millionen €uro in öffentliche Infrastruktur gesteckt, vom neuen Radweg bis zum sanierten Schuldach. Das sind 224 €uro pro Einwohner. Dieses Level gilt es zu halten, heißt es bei der IG BAU – auch, wenn durch die Corona-Krise die Steuereinnahmen sinken.
IG BAU: Schon jetzt Vieles liegen geblieben
Der Nachholbedarf sei groß. Neue Kitas, renovierte Ämter und moderne Wasserleitungen seien für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Jahren jedoch von entscheidender Bedeutung. Vor allem in puncto Verkehrswende sei der Nachholbedarf groß. Nur wenn flächendeckend deutlich mehr in Gleise, Radwege und Ladestationen für Elektroautos investiert werde, seien die Klimaziele zu erreichen. Der Gewerkschaft geht es auch um den Erhalt vieler Arbeitsplätze vor Ort – ob beim Dachdeckermeister oder im Architekturbüro. Allein das Bauhauptgewerbe beschäftigt im Kreis Steinfurt etwa 5.800 Menschen.