
Zukunft der Schweinehaltung
Politische Vorgaben machen Betrieben mit Schweinehaltung das Leben schwer und entsprechend ist deren Blick in die Zukunft. Das ist (gestern, Di., 20.02.) bei der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) in Osnabrück deutlich geworden.
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Auf jeden Betrieb kämen in Deutschland durch neue Auflagen zusätzliche Kosten von mindestens einer Million Euro zu. Nach ISN-Zahlen haben in den vergangenen zehn Jahren 42 Prozent der Schweinehalter in Deutschland aufgegeben.
Zahlenmäßig geht es bergab
Die Zahl der Betriebe sei in dem Zeitraum auf rund 16.000 im November 2023 zurückgegangen. Die Zahl der Tiere sank in dem Zeitraum um etwa 25 Prozent auf etwas mehr als 21 Millionen Schweine. Vor allem Sauenhalter gaben auf: Ihre Zahl sank von 10.900 Betrieben im November 2013 auf 5.210 Betriebe im November 2023, teilte die ISN unter Bezug auf Daten des Statistischen Bundesamtes mit.
Politisches Stückwerk erschwert die Arbeit
Verschiedene parallel erstellte Rechtsvorgaben widersprächen sich bei überschneidenden Zuständigkeiten, wenn etwa aus Tierwohlsicht Ställe geöffnet werden sollten, aber Umweltauflagen eine Filterung der Abluft vorsähen, hieß es in Osnabrück: "Immer wieder sehen wir politisches Stückwerk statt einem Gesamtkonzept."