
Zukunft der Mesumer Kirmes: Stadt schlägt Vereinsfest vor
Die Mesumer Kirmes wird voraussichtlich nicht in ihrer bisherigen Form nach Mesum zurückkehren. Die Stadtverwaltung schlägt stattdessen ein von Vereinen und Organisationen organisiertes Fest vor, das durch einzelne Kirmesangebote ergänzt werden soll.
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Warum die Kirmes nach Rheine zog
Weil in Mesum kein ausreichender Platz für die Kirmes zur Verfügung stand, musste die Veranstaltung in den vergangenen Jahren nach Rheine verlegt werden. Dort findet sie inzwischen als Sommerkirmes auf dem Elisabethplatz statt - ursprünglich als Ersatz für die Mesumer Kirmes eingerichtet.
Die Schausteller bevorzugen diesen Standort übereinstimmend. Auf dem Elisabethplatz gebe es mehr Platz und mehr Besucher; eine Rückkehr nach Mesum halten sie unter den bisherigen räumlichen Bedingungen aufgrund der Erfahrungen und Besucherzahlen der vergangenen Jahre nicht für wirtschaftlich tragfähig.
Bäume stehen einer Rückkehr im Weg
Theoretisch wäre eine Kirmes in Mesum nach Angaben der Stadt machbar. Für die derzeit angedachte Nutzung müssten jedoch zwei gesunde Bäume gefällt werden. Das sieht die Verwaltung kritisch, auch wenn eine Fällung unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen und mit entsprechenden Ersatzpflanzungen grundsätzlich denkbar wäre.
Die Stadtverwaltung steht einer Wiederbelebung des bisherigen Kirmesplatzes und einer attraktiven Veranstaltung für die Mesumer Bevölkerung grundsätzlich positiv gegenüber. Ziel sei eine gemeinsam entwickelte, langfristig tragfähige Lösung, die den Standort stärkt und von der Bevölkerung angenommen wird.
Kompromiss: Fest der Vereine
Als aussichtsreichere Alternative hält die Verwaltung ein neues Veranstaltungsformat in Mesum für möglich: ein Fest örtlicher Vereine und Organisationen, das von den Mesumerinnen und Mesumern selbst geplant und durchgeführt wird. Ergänzt werden könnte es durch einzelne Kirmesangebote.
Die Stadt ist ausdrücklich offen für Ideen und Vorschläge, um gemeinsam eine attraktive und tragfähige Lösung für Mesum zu entwickeln. Eine endgültige Entscheidung gibt es bislang nicht. Die weiteren Beratungen und gegebenenfalls die Entscheidung über das künftige Veranstaltungsformat liegen bei den zuständigen politischen Gremien. Über neue Entwicklungen will die Stadt informieren.