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Ein Kind stapelt Bauklötze.
© Foto von Ryan Fields auf Unsplash
Die Betreuung von Kindern war gestern (13.10.) mehrfach Thema im Kreisausschuss.
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Kreisausschuss: Zu wenige Vertretungsplätze in der Kindertagespflege

Wenn die Tagesmutter ausfällt, gibt es im Kreis Steinfurt derzeit zu wenige Vertretungsplätze für Kinder. Das war gestern ein Thema im Kreisausschuss.

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Für 145 Kinder in der Kindertagespflege gibt es aktuell kein Vertretungsangebot. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Kreises Steinfurt. „Trotz intensiver Bemühungen ist es aktuell nicht möglich, den Bedarf an Vertretungsplätzen in der Kindertagespflege im Kreis Steinfurt vollständig zu decken. Dies hat bereits in den letzten Kindergartenjahren zu zahlreichen Beschwerden seitens der Eltern geführt, die im Vertretungsfall keinen Platz erhalten konnten“, schreibt der Kreis in einer Vorlage zur gestrigen Sitzung des Kreisausschusses.

Gleichzeitig hat die Analyse gezeigt, dass es bei dieser Herausforderung regionale Unterschiede gibt. Während es in Altenberge, Lengerich, Lotte, Mettingen, Metelen, Nordwalde und Recke genügend Vertretungsplätze gibt, sind es in Steinfurt, Neuenkirchen, Saerbeck, Hörstel, Ladbergen, Lienen, Westerkappeln, Tecklenburg, Horstmar, Laer, Ochtrup, Hopsten und Wettringen zu wenige.

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Lösung für den Mangel an Vertretungsplätzen

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Der Kreis will das Problem mit einem neuen Vertretungsstützpunkt in Steinfurt-Borghorst lösen. Dort könnten im Notfall viele Kinder gleichzeitig betreut werden. In Lengerich gibt es bereits einen Modellstützpunkt. Auf Grundlage der dort gesammelten Erfahrungen rechnet der Kreis damit, dass ein neuer Stützpunkt einmalig rund 36.000 Euro für die Ausstattung und anschließend jährlich rund 120.000 Euro kosten würde.

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Diskussion über Kita-Pläne

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Ab dem Sommer nächsten Jahres haben Eltern bei der Betreuung in einer Kita mehr Auswahl. Durch die Neuerungen im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) können Eltern dann auch eine Betreuung von 30 oder 40 Stunden pro Woche buchen. Bisher sind nur 25, 35 oder 45 Stunden möglich.

Die Verwaltung möchte bei Eltern, die sich im nächsten Jahr für eine 40-Stunden-Betreuung entscheiden, nachfragen, ob diese tatsächlich nötig ist. Das macht der Kreis bereits bei allen Eltern, die eine 45-Stunden-Betreuung in Anspruch nehmen möchten.

Die Verwaltung hat im Kreisausschuss berichtet, dass viele Eltern ihren Betreuungsumfang nach einer einfachen Nachfrage reduziert hätten. Dadurch konnte der Kreis Steinfurt rund 1,5 Millionen Euro sparen. Die Verwaltung hofft, auch im nächsten Jahr einen Teil der Kosten einsparen zu können, indem sie bei Eltern nachfragt, die sich für eine 40-Stunden-Betreuung entscheiden.

Die Grünen, die SPD und die Linke sind gegen den Vorschlag der Verwaltung. Sie sind der Meinung, dass Eltern dadurch unnötig unter Druck gesetzt würden. Die Parteien haben den Vorschlag deshalb gestern (13.10.) im Kreisausschuss abgelehnt. Die endgültige Entscheidung fällt im Kreistag.

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Medienentwicklungsplan: Schulen bei der Digitalisierung gut aufgestellt

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Im Kreisausschuss gab es auch noch gute Nachrichten – zum Beispiel zur Digitalisierung. Ein Gutachten belegt, dass die Berufskollegs und Förderschulen, für die der Kreis Steinfurt zuständig ist, gut ausgestattet sind. An allen Schulen gibt es nur sehr wenige veraltete Computer oder andere technische Geräte.

Mit dem Medienentwicklungsplan 2026–2031 will der Kreis dafür sorgen, dass das so bleibt. Deshalb plant er, jährlich bis zu 3,2 Millionen Euro zu investieren, um die Digitalisierung weiter voranzubringen. Auf zusätzliches IT-Personal will der Kreis hingegen verzichten, weil dafür das Geld fehlt.

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