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Zu wenig zum Wohnen?
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Zu wenig zum Wohnen?

In Münster und Osnabrück sind Mieter:innen ähnlich belastet – aus unterschiedlichen Gründen. In beiden Städten gibt jeder zweite Haushalt knapp ein Drittel seiner Einkünfte fürs Wohnen aus.

Veröffentlicht: Mittwoch, 04.08.2021 15:08

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Und das, obwohl Münster überdurchschnittlich teuer ist und Menschen in Osnabrück deutlich weniger verdienen. Der Ausgleich kommt dadurch, dass den hohen Mieten in Münster auch höhere Einkommen gegenüberstehen. In Osnabrück stehen niedrigere Einkommen und niedrigere Mieten im gleichen Verhältnis.

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Mieter:innen in Münster und Osnabrück überdurchschnittlich belastet

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In beiden Städten sind Mieter:innen im Bundesvergleich überdurchschnittlich belastet, heißt es in einer aktuellen Studie. Expert:innen der Berliner Humboldt-Universität haben im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung 77 deutsche Großstädte ab 100.000 Einwohner:innen untersucht.

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Verhältnis von Einkommen und Miete ist ausschlaggebend

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In Münster gehen die hohen Mietbelastungen auf die hohen Mietpreise zurück. Obwohl die Einkommen im Schnitt deutlich über dem Mittelwert aller Großstädte liegen, werden hohe Anteile für die Mieten bezahlt, die ebenfalls deutlich über dem Mittelwert aller Großstädte liegen. In Münster geben 14,22% aller Haushalte sogar mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Miete aus. Dieser Wert liegt sehr deutlich über dem Mittelwert aller Großstädte (11,9%).

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Übersicht Einkommen/Mieten in Münster und Osnabrück

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Osnabrück - Bruttowarmmiete je m²: 8,46 €/m² (Gesamtheit aller Großstädte: 9,44 €/m²)

Osnabrück - Durchschnittliches Haushaltseinkommen: 1.574 € (Gesamtheit aller Großstädte: 1.718 €)

Münster - Bruttowarmmiete je m²: 10,28 €/m² (Gesamtheit aller Großstädte: 9,44 €/m²)

Münster - Durchschnittliches Haushaltseinkommen: 1.955 € (Gesamtheit aller Großstädte: 1.718 €)

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Die Schwächsten trifft es am härtesten

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Allgemein sind Haushalte mit geringeren Einkommen am stärksten belastet, egal wie niedrig die individuelle Miete sein mag. Bundesweit bleibt fast 1,1 Millionen Haushalten in Deutschland nach Abzug der Miete weniger als das Existenzminimum zum Leben. Insgesamt leben in den betroffenen Haushalten rund 2,1 Millionen Menschen. Allein-Erziehende trifft es am härtesten: In dieser Gruppe bleibt einem guten Viertel nur ein Resteinkommen unterhalb des Existenzminimums. Oft ist das so, obwohl sie auf deutlich weniger Wohnraum in schlechter ausgestatteten Wohnungen leben.

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