
Der Kreis Steinfurt steht vor einer Herausforderung: Bis 2045 werden 25.000 Seniorenwohnungen benötigt. Das Pestel-Institut warnt vor einer grauen Wohnungsnot und fordert politische Unterstützung, um den Wohnungsbau als Motor für die Binnenkonjunktur zu nutzen. Die Baby-Boomer gehen bis 2035 in Rente, was den Bedarf an altersgerechtem Wohnraum erhöht. Ohne politische Maßnahmen drohen steigende Mieten und Altersarmut.
Der demografische Wandel und seine Folgen
Bis 2035 werden im Kreis Steinfurt rund 28.100 Menschen mehr im Ruhestand sein als am 12. März 2025. Der Wohnungsmarkt ist mit der neuen Rentnergeneration überfordert, es fehlen altersgerechte Wohnungen. Aktuell gibt es rund 197.800 Haushalte im Kreis Steinfurt, und in 34 Prozent davon leben Senioren. Der Bedarf an Seniorenwohnungen wird bis 2045 auf 25.000 steigen.
Politische Maßnahmen dringend erforderlich
Eine Sanierungsoffensive und der Neubau von Seniorenwohnungen sind notwendig, heißt es mit Blick auf die Politik. Schnelles Handeln sei nötig, um die graue Wohnungsnot zu verhindern. Der Bund habe den Wohnungsbau bisher zu wenig gefördert. Aufgabe einer künftigen schwarz-roten Bundesregierung sei es, den Wohnungsbau als Motor für die Binnenkonjunktur zu nutzen und mehr bezahlbare und Sozialwohnungen zu schaffen.