
Exporteure im Münsterland und Westfalen-Lippe haben im Corona-Jahr 2020 so wenig Umsatz gemacht, wie zuletzt vor zehn Jahren. Die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen meldet einen Einbruch um 2,3 Milliarden Euro. Der Rückgang sei stärker als im Landesdurchschnitt.
Corona und Brexit sind Hauptursachen
In erster Linie führt die IHK das auf die Corona-Pandemie zurück. Allerdings könne die Exportwirtschaft schon seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr an frühere Wachstumserfolge anknüpfen. Ein weiterer klar erkennbarer Grund sei der Brexit. Großbritannien habe schon seit längerer Zeit als Exportmarkt an Attraktivität verloren.
Exporterwartungen bessern sich
Ein großer Teil der Betriebe geht derweil davon aus, dass die Talsohle durchschritten ist: Jedes dritte Unternehmen rechnet in den nächsten Monaten wieder mit besseren Geschäften im Ausland, heißt es aus Münster. Ähnliches Stimmungsbild im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim: Auch dort sind die Exporterwartungen besser als zuletzt. Die Kammer in Osnabrück hatte unlängst einen Rückgang um mehr als eine Milliarde Euro gemeldet.