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Wohin geht der Trend bei den Stichwahlen am Sonntag?
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Wohin geht der Trend bei den Stichwahlen am Sonntag?

Am Sonntag stehen in Altenberge, Emsdetten, Greven, Neuenkirchen und Ochtrup die Bürgermeister-Stichwahlen an. Dazu kommt die in Münster und die Stichwahl um das Amt des Landrats im Kreis Steinfurt. Wenn die Kommunalwahl eins gezeigt hat, dann das: Alte Gewissheiten und auch die "angestammten" Mehrheiten gibt es nicht mehr.

Veröffentlicht: Montag, 21.09.2020 15:27

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Der Kommunalpolitik-Experte Norbert Kersting von der Uni Münster sagt es noch deutlicher: „Die alten Hochburgen werden geschliffen“ - und das trifft meistens die CDU.

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Kommunalwahl-Experte Kersting: "Umweltthemen helfen Grünen"
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In vier von sechs Orten stehen CDU-Kandidaten vor der Stichwahl, darunter auch Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, dem selbst der Amtsbonus nicht für eine direkte Wiederwahl gereicht hat. Lewe hat nichtmal die "Stunde der Exekutive" auf der Haben-Seite - also alles, was ihn in der Corona-Krise als Führungs-Persönlichkeit qualifiziert. Und als Landrat im Kreis Steinfurt hat der CDU-Kandidat Mathias Krümpel sich nicht direkt gegen den Ex-CDU-Mann Martin Sommer durchgesetzt. Was ist los mit der CDU? Oder mit ihrem Wahlvolk? Sind wir am Ende gar nicht mehr so ein „schwarzer“ Fleck auf der Landkarte?

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Was ist los mit der CDU?

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Die Kommunalwahl hat Schluss gemacht mit der Vormachtstellung dieser Partei. In 17 von 24 Räten im Kreis Steinfurt ist sie zwar noch die stärkste Kraft, außerdem im Kreistag. Das kann man als Wahlsieg verkaufen. Nur, was ist mit den ganzen Bürgermeister-Posten? Nur in sieben von 24 Orten haben CDU-Kandidaten direkt gewonnen, davon drei ohne Gegenkandidaten. Und warum muss der Landratskandidat der CDU ausgerechnet ins Stechen mit einem Parteilosen, der selbst mal in der CDU war? „Ein schwarzes Parteibuch ist keine Garantie mehr,“ sagt der Kommunalpolitik-Experte Kersting.

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Kersting: "Parteienlandschaft deutlich zersplitterter"
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Die Wähler schauen mehr auf die Sachthemen und da ging es zuletzt vor allem um Umweltthemen – nicht gerade die Kernkompetenz der CDU. Viele 16 bis 18-Jährige haben außerdem keine langjährige Bindung zu einer Partei. Sie haben sich eher von Fridays for future leiten lassen.

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"Underdogs" von früher verdrängen Großparteien aus Ämtern
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Ausnahme im Kreis Steinfurt bliebt da die SPD. Die Sozialdemokraten haben traditionell vor allem wieder in den ehemaligen Bergbau-Kommunen rund um die frühere Zeche Ibbenbüren gepunktet. Damit gibt es jetzt drei große Parteien. Welche davon noch Wähler mobilisiert, sehen wir bei den sechs Stichwahlen am Sonntag, vier davon mit CDU-Kandidaten, drei mit Sozialdemokraten.

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Woher kommt der Höhenflug der Grünen?

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Woher kommt der Höhenflug der Grünen bei der Kommunalwahl und warum schwächelt die CDU dermaßen? Am Sonntag wird diese Frage nochmal spannend. Bei den Bürgermeister-Stichwahlen in Altenberge, Emsdetten, Greven, Neuenkirchen, Ochtrup und Münster treten in vier von sechs Orten Bürgermeisterkandidaten der CDU gegen Konkurrenten von SPD und Grünen an. Dass vor allem die Grünen vom neuen Zeitgeist profitiert haben, hat sich besonders in Emsdetten gezeigt: Dort hat der Kandidat der Grünen Oliver Kellner als Einziger dem Projekt Westumgehung eine Absage erteilt. Ergebnis: Mehrheit für die Grünen im Rat und Kellner in der Stichwahl. Für Kersting ist das so zwar ein Einzelfall – allerdings keine Besonderheit in dieser Zeit.

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Kersting: "Wahlausgang in Emsdetten ist keine Besonderheit"
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Am Sonntag-Abend wissen wir, wie die Bürgermeister-Kandidaten der Grünen in Altenberge, Emsdetten, und Münster abgeschnitten haben. Spannend für die CDU wird neben den Bürgermeister-Stichwahlen auch noch, ob sich ihr Landratskandidat Mathias Krümpel gegen den Parteilosen Martin Sommer durchsetzt. Sommer war schließlich selbst mal CDU-Mitglied - und geht jetzt eigene Wege. Was ist los mit der CDU?

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