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Münsters neuer Bischof Heiner Wilmer vor einer Medienwand mit dem Logo des Bistums Münster.
© Bistum Münster
Münsters neuer Bischof Heiner Wilmer hat seit jeher eine enge Beziehung zur Region.
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Wilmer wird Bischof in Münster

Heiner Wilmer ist neuer Bischof von Münster. Der frühere Hildesheimer Bischof bringt Leitungserfahrung, Reformoffenheit und enge Bezüge zum Münsterland mit.

Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2026 13:27

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Heiner Wilmer wird neuer Bischof von Münster

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Am 26. März 2026 hat Papst Leo XIV. den bisherigen Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zum neuen Bischof von Münster ernannt. Damit bekommt das Bistum nach rund einem Jahr wieder einen Bischof. Wilmer folgt auf Bischof em. Dr. Felix Genn, der am 9. März 2025 in den Ruhestand gegangen ist. Die offizielle Bekanntgabe erfolgte im Paulusdom in Münster am Hochfest des heiligen Ludgerus, des ersten Bischofs von Münster. Die Amtseinführung von Wilmer als 77. Bischof von Münster ist für Sonntag, 28. Juni 2026, am Nachmittag vorgesehen. Der am 9. April 1961 in Schapen im Emsland geborene Wilmer trat im August 1980 in die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester ein. Nach Noviziat, Ewiger Profess und Priesterweihe am 31. Mai 1987 in Freiburg führte ihn sein Weg über Studium und Promotion in Fundamentaltheologie in Freiburg und Rom in den Schuldienst, in die Ordensleitung und schließlich in das Bischofsamt. Von 1993 bis 2007 war er unter anderem als Lehrer (auch in der New Yorker Bronx), Schulseelsorger und Schulleiter tätig, bevor er 2007 Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester in Bonn wurde. Von 2015 bis 2018 wirkte er als Generaloberer seines Ordens in Rom. Am 6. April 2018 wurde er von Papst Franziskus zum 71. Bischof von Hildesheim ernannt, die Bischofsweihe und Amtseinführung erfolgten am 1. September 2018. In der Deutschen Bischofskonferenz übernahm Wilmer verschiedene Leitungsaufgaben, unter anderem als Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen. Am 24. Februar 2026 wurde er zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.

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Ein Bischof zwischen Reform und Glaubensprofil

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Heiner Wilmer gilt als dialogorientierter Kirchenmann, der unterschiedliche Positionen ernst nimmt und Brücken bauen will. Er steht für Reformbereitschaft, etwa bei neuen Leitungsmodellen mit Frauen und bei der Segnung homosexueller Paare. Zugleich betont er die Bedeutung von Evangelisierung und einer klaren Vermittlung des Glaubens. Damit spricht er sowohl reformorientierte als auch konservativ geprägte Katholikinnen und Katholiken an.

Zum Münsterland hat Wilmer von jeher eine tiefe Verbindung.

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Bischof Heiner Wilmer: "Habe massig Bezugspunkte"
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Bedeutung für das Bistum Münster

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Mit der Ernennung Wilmers endet im Bistum Münster eine längere Zeit ohne Diözesanbischof. Als eine der mitgliederstärksten Diözesen Deutschlands stand das Bistum besonders im Fokus. Die Entscheidung aus Rom hat deshalb über Münster hinaus bundesweite Bedeutung.

Für das Bistum beginnt nun eine neue Phase: mit einem Bischof, der Erfahrungen aus Schule, Seelsorge, Ordensleitung und Bischofsamt mitbringt und zugleich als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz eine wichtige Stimme in der katholischen Kirche in Deutschland ist. Weitere Informationen stellt das Bistum Münster hier bereit.

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