
Die Grünen gewinnen Mitglieder und sind im Rekordhoch, US-Präsident Biden sieht grüne Energie als Jobmotor und der Kreis Steinfurt ist Modellregion für Wasserstoff-Mobilität. In Sachen Klimaschutz tut sich gerade sehr viel. Morgen (Di, 27.04.) stellen Greenpeace, der deutsche Naturschutzring und die Allianz pro Schiene vor, wie sie in Zukunft klimafreundliche Mobilität sehen. Sprich: Wie wir in Zukunft mit möglichst null CO2-Emissionen von Gronau nach Rheine, von Recke nach Steinfurt oder von Bad Bentheim nach Ibbenbüren kommen.
Kreis Steinfurt als Modellregion für Wasserstoff-Mobilität
Das große Ziel des Kreises Steinfurt ist es, bis 2050 energieautark zu sein. Als ein Treibstoff der Zukunft sehen Expert:innen grünen Wasserstoff. Für seinen Masterplan Wasserstoff-Mobilität hat der Kreis Steinfurt 350.000 Euro vom Land NRW erhalten. Das Geld wurde genutzt, um im Dezember 2020 ein Kompetenzzentrum aufzubauen.
Statt Benzin oder Diesel tanken wir bald Sonne und Wind
Die Region tankt jährlich für 700 Millionen Euro Benzin und Diesel. Der Plan ist, dieses Geld in Zukunft innerhalb des Kreises Steinfurt zu behalten. Das Konzept dahinter: „HYMAT-Energie“. Mithilfe von Windrädern oder Bürgerwind-Anlagen erzeugen wir mittels Elektrolyse grünen Wasserstoff. Danach steigen Buslinien, Züge im Regionalverkehr, Müllfahrzeuge, LKWs, Firmenwagen etc. nach und nach auf grünen Wasserstoff um. Im Anschluss geht es darum, die Infrastruktur – zum Beispiel mehr Tankstellen – auszubauen.
Mobilität auf dem Land: Langfristige Ziele
Schon im Jahr 2025 werden rund 2.000 Tonnen grüner Wasserstoff produziert. Das würde 22.000 Tonnen CO2 im Bereich Verkehr einsparen. Fünf Jahre später produziert der Kreis Steinfurt rund 5.800 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr. Das bedeutet eine CO2-Einsparung von rund 82.000 Tonnen. Der neue Weg schafft Arbeitsplätze und sichert die Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum. Das Konzept ist auf andere Regionen in Deutschland übertragbar.
Experte der FH Steinfurt über die Mobilität der Zukunft
Prof. Dr.-Ing. Christof Wetter von der FH Münster ist Experte auf dem Gebiet E-Mobilität. Er sagt: Wir sind hier schon richtig gut aufgestellt, doch es gibt noch viel zu tun.
Und der am besten: CO2-frei. Was ist denn nun der Antrieb der Zukunft: Elektro – oder Wasserstoff?