
Die geplanten Kürzungen bei der Wärmepumpenförderung sind aus Sicht des Handwerks nachvollziehbar. Die Kreishandwerkerschaft Steinfurt erklärt, dass Einsparungen im Rahmen der Haushaltskonsolidierung grundsätzlich verständlich seien. Zugleich hätte man sich Kürzungen an anderer Stelle gewünscht. Frank Tischner von der Kreishandwerkerschaft rechnet damit, dass die angekündigten Änderungen die Nachfrage nach Wärmepumpen zunächst deutlich erhöhen.
Soziale Komponente wird begrüßt
Positiv bewertet das Handwerk auch die stärkere soziale Ausrichtung der Förderung. Menschen mit einem Jahreseinkommen unter 30.000 Euro sollen zunächst höhere Zuschüsse bekommen. Familien können zusätzlich von einem Kinderbonus profitieren.
Deutlichen Nachbesserungsbedarf sieht die Kreishandwerkerschaft jedoch bei der Antragstellung. Nach Einschätzung des Handwerks bremst die komplizierte Bürokratie die Förderung und verzögert den Einbau von Wärmepumpen. Tischner fordert deshalb eine einfache, pragmatische und unbürokratische Förderung, damit sich die Betriebe auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können: den Einbau moderner Heizungen für Menschen, Umwelt und Zukunft.
Die Bundesregierung plant, die Förderung für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizungen bis Ende 2030 schrittweise zu senken. Für die meisten Haushalte soll die maximale Förderung von derzeit bis zu 21.000 Euro auf 13.200 Euro zurückgehen.
Schon zugesagte Förderungen bleiben nach den bisherigen Planungen unangetastet.

