
Bei der geplanten Wasserstoffleitung zwischen Emsbüren und Dorsten kommt Bewegung ins Projekt. Thyssengas, Open Grid Europe und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband haben sich in Nordrhein-Westfalen auf gemeinsame Regeln verständigt. Jetzt wollen die Partner geschlossen auf Eigentümer und Bewirtschafter zugehen, deren Flächen auf der Trasse liegen. Für viele Landwirte in der Region zählt genau das. Die Leitung soll rund 100 Kilometer lang werden und quer über zahlreiche Äcker und Grundstücke verlaufen. Deshalb brauchen Eigentümer und Bewirtschafter früh klare Informationen darüber, was auf sie zukommt und wie die Gespräche ablaufen.
So wollen die Projektpartner mit Eigentümern und Landwirten sprechen
Die Partner haben festgelegt, wie sie den Rechtserwerb vorbereiten und wie sie die Gespräche mit Eigentümern und Bewirtschaftern führen. Das soll für mehr Klarheit, faire Abläufe und feste Orientierung sorgen. Obwohl die Behörden das Projekt noch nicht genehmigt haben, stimmen die Beteiligten ihre nächsten Schritte schon jetzt eng miteinander ab. Für Eigentümer und Landwirte bedeutet das: Sie bekommen früher Einblick in den Ablauf und wissen besser, worauf sie sich einstellen können. Im November plant Thyssengas mehrere Informationsveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen. Dort stellen die Verantwortlichen gemeinsam mit dem Landwirtschaftsverband die Vereinbarung vor und erklären die nächsten Schritte. Betroffene können dabei direkt nachfragen und ihre offenen Punkte ansprechen.
Darum spielt die Leitung für die Region eine wichtige Rolle
Mit der neuen Wasserstoffleitung wollen Thyssengas und Open Grid Europe das Emsland direkt mit der Ruhrregion verbinden. Die Trasse gehört zu einem größeren Nord-Süd-Korridor. Über diesen Weg soll Wasserstoff von der Nordseeküste und aus den Niederlanden in Richtung Ruhrgebiet strömen. Nach Einschätzung der Projektpartner stärkt die Leitung langfristig die Versorgung von Industrie, Mittelstand und Kommunen. Gleichzeitig treibt sie den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland voran. Anfang 2027 wollen die Unternehmen ihre Unterlagen für die Genehmigungsverfahren in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen einreichen. Bis dahin suchen sie schon das Gespräch mit den Menschen entlang der Trasse. Wer dort Flächen besitzt oder bewirtschaftet, soll früh erfahren, welche Schritte anstehen und welche Folgen das Projekt für die eigenen Flächen haben kann.