
Wenn es die nächsten drei Monate durchgehend so regnet, wie heute, hat auch der Wald was davon – vorher nicht. Dann wäre auch der Grundwasserspiegel wieder aufgefüllt. Der Stand von vor drei Jahren ist immer noch nicht erreicht, hieß es auf RADIO RST-Nachfrage beim Leiter des Regionalforstamtes Münsterland, Heinz-Peter Hochhäuser. Viel von dem Regen fließe oberflächlich ab und es dauere halt, bis es auf zwei, drei Meter zu den Wurzeln durchgesickert sei. Nach den letzten Dürresommern sind 80% des Holzeinschlags dazu da, Schäden zu beseitigen.
Auch beim Borkenkäfer keine Entwarnung
Auch die Hoffnung der Experten, dass ein feuchter "Schmuddeelwinter" die Larven verpilzen und absterben lässt, hat sich nicht bewahrheitet. "Letztes Jahr haben 80% unter der Rinde geschützt überwintert," sagt Hochhäuser. Das werde diesen Winter kaum anders sein. Entscheidend wird das Wetter im Frühling: Ein kühles Frühjahr bremst die Vermehrung des Borkenkäfers, feuchtes Wetter beschleunigt sie. Prognosen sind ab April möglich. Wenn es wieder durchgehend 15 Grad gibt, schwärmen die Käfer wieder.