Anzeige
Wärmeversorgung für das Baugebiet Riesenbeck-West
© Stadtwerke Tecklenburger Land
Im März dieses Jahres sind zwei Probebohrungen im zukünftigen Baugebiet Riesenbeck-West erfolgt. Die SWTE Netz-Mitarbeiter Mathias Walke (v.l.) und Marco Schnabel verschafften sich mit Marvin Holtz von der Firma MB Brunnenbau ein Bild vor Ort.
Teilen:

Wärmeversorgung für das Baugebiet Riesenbeck-West

Ein Kalte-Nahwärme-Netz im Baugebiet Riesenbeck-West ist möglich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Machbarkeitsstudie. Im März hatte es Probebohrungen im geplanten Baugebiet gegeben. Bei einem Kalte-Nahwärme-Netz wird Erdwärme als Primärenergie genutzt.

Veröffentlicht: Mittwoch, 19.06.2024 05:39

Anzeige

In Hörstel ist ein Kalte-Nahwärme-Netz im Baugebiet Riesenbeck-West möglich. Damit werden Häuser mit Wärme aus der Tiefe beheizt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Machbarkeitsstudie. So ein Netz erscheint technisch, wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll zu sein, heißt es von den Stadtwerken Tecklenburger Land. Im März hatte es Probebohrungen im geplanten Baugebiet gegeben. Bei einem Kalte-Nahwärme-Netz wird Erdwärme als Primärenergie genutzt. Das Netz sorgt an heißen Tagen auch für Kühle. Die Wärmeleitfähigkeit des Bodens unter dem Baugebiet ist sehr gut und Bohrungen bis 150 Meter Tiefe waren problemlos möglich.

In diesem Jahr nimmt die SWTE Netz ein Kalte-Nahwärme-Netz im Baugebiet Niestadtweg in Mettingen in Betrieb. In Hörstel entsteht aktuell im Baugebiet Uferquartier ein solches Netz.

Anzeige

Hintergrund: So funktioniert ein Kalte-Nahwärme-Netz

Anzeige

Ein Kaltes Nahwärme-Netz bietet eine nachhaltige und CO2-arme Wärmeversorgung insbesondere in Neubaugebieten. Das Kalte-Nahwärme-Netz sammelt über Erdsonden und das Verteilnetz die Umweltenergie ein. Über dezentrale Wärmepumpen wird diese Energie in den Häusern auf ein nutzbares Niveau angehoben. Das Netz liefert Wärme und sorgt an heißen Tagen auch für Kühle. Im Vergleich zu herkömmlichen Wärmesystemen ist der CO2-Ausstoß um ein Vielfaches geringer. Weil die Flüssigkeit im Wärmenetz eine Temperatur von lediglich fünf bis zwölf Grad im Mittel aufweist, gibt es deutlich weniger Wärmeverluste als in herkömmlichen Wärmenetzen. Die Anzahl der benötigten Tiefenbohrungen ist in einem Kalten-Nahwärme-Netz deutlich geringer als bei einer individuellen Nutzung von Tiefenwärme für einzelne Haushalte. Die Versorgung ist unabhängig von Energieimporten und Weltmarktpreisen, weil der Energieträger Erdwärme ganzjährig und unbegrenzt vor Ort verfügbar ist. Kommt zum Betrieb der Wärmepumpen Ökostrom zum Einsatz, gilt ein Kalte-Nahwärme-Netz als CO2-neutral.

Anzeige
Anzeige
Anzeige