
VW lässt Osnabrück weiter im Ungewissen
Bei Volkswagen wächst der Druck auf Vorstand, Werke und Beschäftigte. Nach den außerordentlichen Betriebsversammlungen in Wolfsburg und Braunschweig bleibt für viele offen, wie der Konzern seine Sparpläne am Ende wirklich umsetzen will. Vor allem in Osnabrück schauen viele mit Sorge auf die nächsten Wochen: Dort geht es längst nicht mehr nur um einzelne Jobs, sondern im schlimmsten Fall um die Zukunft des ganzen Werks. IG-Metall-Chef Stefan Soldanski aus Osnabrück kritisiert den Auftritt von VW-Chef Oliver Blume deutlich: Blume rede viel, liefere bei den entscheidenden Fragen jedoch weiter keine klaren Antworten. Genau daran stößt sich die IG Metall besonders, weil der Vorstand aus ihrer Sicht offenlässt, wie es mit mehreren besonders gefährdeten Standorten weitergeht. Die Sorgen konzentrieren sich dabei nicht nur auf Osnabrück, sondern auch auf Hannover, Emden und Zwickau.
IG Metall fordert Klartext für Osnabrück
Morgen (Mi., 26.08.) um 13:30 Uhr wollen IG Metall und Betriebsrat den Druck weiter erhöhen. Dann startet am Werkstor 2 in Osnabrück eine Aktion mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, VW-Gesamtbetriebsratschefin Daniela Cavallo, dem Osnabrücker Betriebsratsvorsitzenden Jürgen Placke und IG-Metall-Chef Stefan Soldanski. Ziel der Aktion: mehr Verbindlichkeit, mehr Klartext und eine belastbare Perspektive für die Beschäftigten. Lies und Cavallo haben sich bereits öffentlich zu den Standortfragen und zu den anstehenden Betriebsversammlungen positioniert.