
Auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg hat Oliver Blume eine wichtige Aussage gemacht. Für das VW Werk Osnabrück gebe es aktuell keine Gespräche mit China. Damit weist er Berichte über ein mögliches Interesse chinesischer Firmen zurück. Blume sagt zugleich, dass Volkswagen über eine andere Zukunft für den Standort nachdenkt. Der Konzern spricht mit Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie. Ziel ist eine neue Nutzung für das Werk, wenn dort keine Autos mehr gebaut werden. Nach Berichten geht es um Teile für das israelische Flugabwehr-System Iron Dome. Als mögliche Partner gelten Rafael und KNDS. VW betont aber auch: Eine Waffenproduktion in Osnabrück wird es nicht geben.
Warum das Werk unter Druck steht
Volkswagen verweist auf zu viele Produktionskapazitäten in Europa und Deutschland. Der Konzern will sparen und wieder wettbewerbsfähiger werden. Deshalb sucht VW für die Zukunft des Werks Osnabrück nach neuen Lösungen.Im Werk arbeiten rund 2.300 Beschäftigte. Bis Mitte nächsten Jahres sollen dort noch Autos gebaut werden, die Fahrzeugproduktion läuft laut Plan 2027 aus. Für viele Menschen in Osnabrück ist jetzt entscheidend, ob schnell eine sichere Perspektive für den Standort entsteht.