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Verpflichtende Fahrtests für ältere Autofahrende?
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Verpflichtende Fahrtests für ältere Autofahrende?

Die Mehrheit der Menschen ist dafür, Fahrtests für ältere Autofahrerinnen und Autofahrer einzuführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass 85 Prozent der Befragten sich dafür aussprechen, dass Menschen ab 75 Jahren verpflichtende Testfahrten durchführen. RADIO RST hat stichprobenartig mit Fahrschulen aus dem Kreis Steinfurt über diese Forderung gesprochen. Einige sind dafür, einige fordern mehr Aufklärung.

Veröffentlicht: Donnerstag, 26.09.2024 14:18

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Bei den geplanten sogenannten Feedback-Fahrten bekommen ältere Autofahrerinnen und Autofahrer Rückmeldungen zu ihren Fahrfähigkeiten und werden über Verkehrsregeln informiert. Wenn die Fahrtauglichkeit nicht mehr gegeben ist, befürworten 80 Prozent den Entzug des Führerscheins für die Betroffenen. 90 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihren Führerschein eines Tages freiwillig abgeben würden. 84 Prozent würden dies aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen tun.

Mehrere Fahrschulen befragt

Viele, jedoch längst nicht alle befragten Fahrschulen im Kreis Steinfurt sind dafür, verpflichtende Tests einzuführen. Eine Pro-Sprecherin ist Katrin Mittrücker von der Fahrschule Hinzmann in Rheine. Sie sagt:

Wir alle neigen dazu, gerade im Bereich Straßenverkehr und Autofahren, eigene Fehler schön zu reden. Deshalb ist es absolut zu empfehlen, Tests beziehungsweise Überprüfungsfahrten für ältere Menschen vorzuschreiben.

Felix Autmaring von der Verkehrsakademie Münsterland GmbH ist dafür, dass mehr aufgeklärt wird. Unter anderem darüber, wie und dass es möglich ist, die Mobilität zu erhalten. Auch von der Politik wünscht er sich mehr Programme, die in diese Richtung zielen.

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Felix Autmaring
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Community diskutiert auf Social Media

Auch mit der Community diskutieren wir über die Einführung der verpflichtenden Fahrtests. Auf Social Media spricht sich die absolute Mehrheit für solche Tests aus (Stand 26.09.2024). Sonja aus Greven schreibt: "Mein Papa (84) macht seit Jahren jedes Jahr eine freiwillige Fahrstunde. Sobald der Fahrlehrer nicht mehr sagt „mit Ihnen fahr ich schlafend bis München“, gibt er den Führerschein ab. Bin echt stolz auf ihn." Karl-Heinz aus Ibbenbüren meint: "Jetzt sage ich noch zu einem Gesundheitstest ok. Wenn ich dann so weit bin, sieht das bestimmt anders aus. Wichtiger ist es vielleicht Überzeugungsarbeit zu leisten, seine gesundheitliche Fahrtauglichkeit freiwillig prüfen zu lassen."

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