
Die meisten Unfälle (401) gab es in Rheine, gefolgt von Ibbenbüren (244), Emsdetten (209) und Greven (183). Letztes Jahr sind 11 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, fast 40% weniger als 2022. Bei den Schwerverletzten gab es einen Rückgang um 24%, im Vor-Corona-Vergleich sogar um 31%. 2023 waren unter den Unfalltoten weder Kinder noch Jugendliche oder Heranwachsende und auch mit dem Fahrrad, Pedelec oder E-Scooter gab es keine tödlichen Unfälle. Nach einem Jahr ohne tödliche Motorradunfälle im Kreis Steinfurt sind letztes Jahr vier Biker bei Unfällen tödlich verletzt worden. Die Zahl der Schwerverletzten bei Motorradunfällen sank um 47%.
Leichter Anstieg im Vor-Corona-Vergleich
Einen leichten Anstieg (+5%) hat die Polizei bei Verkehrsunfällen mit Leichtverletzten festgestellt. Wildunfälle (+13%) machen über ein Viertel des Gesamtunfallgeschehens aus. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle liegt mit 12.467 leicht über der des Vor-Corona-Jahres 2019.
Jüngere und Ältere im Straßenverkehr besonders gefährdet
Als Hauptunfallursachen bei den schwersten Unfällen nennt die Polizei die Kategorie Vorfahrt/Vorrang, gefolgt von zu hoher Geschwindigkeit, Abbiegen/Wenden, Alkoholeinfluss, unzureichendem Sicherheitsabstand und Überholen. Die Altersgruppe mit den meisten Unfällen beim Autofahren sind die Jüngsten mit Führerschein (18 – 24 Jahre). Mit dem Fahrrad passieren den 10- bis 14-Jährigern die meisten Unfälle. Erfreulich: Letztes Jahr ist niemand mit dem Pedelec ums Leben gekommen, gegenüber sechs im Jahr 2022. Das höchste Risiko, schwer zu verunglücken, haben nach wie vor Menschen über 75.
Landesweiter Rückgang
Die Zahl der Verkehrstoten ist NRW-weit leicht gesunken. Nach der aktuellen Verkehrsunfallstatistik des NRW-Innenministeriums starben auf den Straßen im bevölkerungsreichsten Bundesland im vergangenen Jahr 450 Menschen, zwei weniger als im Vorjahr. Der niedrigste Stand war im Pandemiejahr 2021 mit 425 Verkehrstoten erfasst worden.