
Osnabrück: Weniger Unfalltote
Eine gute Nachricht aus Osnabrück: Im letzten Jahr sind weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden. Die Polizeidirektion Osnabrück veröffentlichte ihre Verkehrsunfallstatistik 2025 und zeigt, dass sowohl die Zahl der tödlichen Unfälle als auch die der Schwerverletzten deutlich zurückgeht – gleichzeitig steigen Unfälle mit E‑Scootern klar an.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.04.2026 10:19
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Osnabrück sank die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle 2025 auf 65 Fälle mit insgesamt 70 Todesopfern; im Vorjahr waren es noch 85 Unfälle mit 91 Getöteten. Auch bei den Schwerverletzten zeigte sich eine positive Entwicklung: Mit 1.068 Personen handelt es sich um den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle lag mit 31.146 Fällen jedoch etwa auf dem Vorjahresniveau.
E-Scooter: Unfälle steigen um 45 Prozent
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei E‑Scootern: Die Polizei registrierte 2025 insgesamt 374 E‑Scooter-Unfälle – ein Anstieg von rund 45 Prozent gegenüber 2024, als es 201 Fälle gab. In Folge nahm auch die Zahl der Verletzten zu: 247 E‑Scooter-Fahrer wurden leicht, 35 schwer verletzt. Ein tödlicher Unfall mit E‑Scooter wurde 2025 nicht registriert, dennoch war in 22 Fällen Alkohol im Spiel.
Radverkehr: Bilanz gemischt
Beim Radverkehr bleibt die Beteiligung an Unfällen hoch, die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrenden sank aber deutlich. 2025 waren 2.002 Fahrradfahrer in Unfälle verwickelt, 2025 starben nur noch fünf Personen auf dem Fahrrad – nach elf Getöteten im Vorjahr. Ähnlich positiv entwickelte sich die Situation bei Pedelecs: Die Zahl der tödlichen Unfälle halbierte sich von zwölf auf sechs.
Geschwindigkeit, Alkohol und Risikogruppen
Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt bei schweren und tödlichen Unfällen die Hauptursache. Vor allem bei Baumunfällen entscheidet die Geschwindigkeit maßgeblich über das Ausmaß der Verletzungen. Zudem bleibt die Kombination aus Alkohol, Drogen und Medikamenten ein Risiko: Während Unfälle unter Alkoholeinfluss leicht sanken, stieg die Zahl der Fahrten unter Drogeneinfluss leicht an.