
Uran-Fässer aus Russland
Die Brennelementefabrik hat nach Informationen eines Atomkraftgegner-Bündnisses erneut Uran aus Russland erhalten. Das Bundesamt für Sicherheit der nuklearen Entsorgung hat bestätigt, dass am Donnerstagabend drei Lastwagen mit Uranfässern angekommen sind. Das Unternehmen in Lingen verwies darauf, sich an alle internationalen Sanktionen zu halten.
Veröffentlicht: Montag, 12.02.2024 13:19
Mitglieder des Bündnisses war es am Donnerstag erstmals gelungen, die Ankunft eines Schiffs aus St. Petersburg im Hafen von Rotterdam zu beobachten. Die Verbindung nach Lingen, wo Stunden später der Urantransport ankam, ist damit hergestellt.
Kein Einfuhrverbot aus Russland - trotz Ukraine-Überfalls
Die Atomkraftgegnerinnen und -gegner kritisieren seit geraumer Zeit, dass es für Kernbrennstoffe ebenso wie für Gas auf EU-Ebene kein Einfuhrverbot aus Russland gibt. „Wir sind entsetzt, dass auch zwei Jahre nach dem Beginn des brutalen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Atombereich «business as usual» herrscht“, sagte ein Sprecher. Das Aktionsbündnis forderte von der Bundesregierung und der niederländischen Regierung die sofortige Verhängung eines solchen Einfuhrverbots.