
87 Prozent der Menschen in Deutschland wünschen sich, dass Politik, Unternehmen und Gesellschaft mögliche Umweltfolgen der Digitalisierung stärker berücksichtigen. Sie halten das für „wichtig“ oder „sehr wichtig“.
Mögliche Kehrseite der Digitalisierung
80 Prozent befürchten das Risiko zunehmenden Elektroschrotts: Immer mehr technische Geräte würden immer häufiger gewechselt. 72 Prozent sehen den höheren Materialverbrauch für elektronische Geräte kritisch. Fast zwei Drittel sorgen sich wegen der erheblich steigenden Rechnerkapazitäten, denn die wären mit einem imposant wachsendem Energieverbrauch verbunden. Umweltbelastend sei auch der zunehmende Lieferverkehr, etwa wegen des Online-Shoppings. Nahezu alle Lebensbereiche sind von intensiver Digitalisierung betroffen. Gleichzeitig prägt Nachhaltigkeit die Debatte über den Erhalt eines lebenswerten Planeten.
Vorteile nicht fahrlässig verspielen
„Ein Großteil der Bevölkerung hat ein Gespür dafür, worauf es ankommt, wenn wir die doppelte Transformation aus digitalen Technologien sowie Klima- und Umweltschutz so bewältigen wollen, dass die Erde nicht vor die Hunde geht“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde – und weiter: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Big Data und all die anderen digitalen Technologien rein aus technischer oder wirtschaftlicher Sicht zu betrachten – ohne die Nachhaltigkeit zu beachten.“ Sonst bestehe die Gefahr, dass die durch Digitalisierung erreichten Umwelt-Vorteile wie Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung letztlich in einer negativen Umweltbilanz enden und zunichte gemacht werden.