Anzeige
Trockenheit in der Region
© Bezirksregierung Münster
Teilen:

Trockenheit in der Region

Ein Experte aus Tecklenburg erklärt, warum unsere Bäume jetzt Blätter verlieren und was wir am besten mit unserem Garten machen. Außerdem ruft die Bezirksregierung Münster zum Wasser sparen auf.

Veröffentlicht:

Anzeige

Die Trockenheit setzt Flüssen und Bächen in der Region weiter zu. Die Bezirksregierung Münster ruft deshalb zum Wassersparen auf. Die Trinkwasserversorgung ist gesichert. Vor allem Flüsse und Bäche führen derzeit wenig Wasser. In Teilen der Region ist es deshalb weiter verboten, Wasser aus Flüssen und Bächen zu entnehmen. Solche Verbote gelten seit Anfang Juli unter anderem in den Kreisen Steinfurt und Borken sowie in Münster. Mit den hohen Temperaturen steigen außerdem die Wassertemperaturen. Das belastet Tiere und Pflanzen zusätzlich. Gleichzeitig sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser.

Anzeige

Dürre wird für Tiere zum Problem

Anzeige

Nach Einschätzung der Biologischen Station im Kreis Steinfurt ist vor allem die anhaltende Dürre gefährlich für die Natur. Tieren fehlt nicht nur Wasser zum Trinken, sondern oft auch Nahrung. Durch die Trockenheit wird der Boden so hart, dass Vögel zum Beispiel kaum noch an Regenwürmer kommen. Auch weniger Mücken sind aus Sicht mancher Tiere ein Problem, etwa für Schwalben und Fledermäuse, die darauf als Nahrungsquelle angewiesen sind. Trocknen Flüsse, Bäche oder Gräben komplett aus, hat das schwere Folgen. Dann sterben nicht nur Fische, sondern auch Libellenlarven, Kaulquappen und Wasserpflanzen.

Anzeige

So helfen Gartenbesitzer

Anzeige

Flache Wasserschalen im Garten helfen den Tieren. Aus denen trinken Vögel, Igel und Insekte. Stöckchen, Blätter oder Steine geben den Tieren dabei Halt. Langfristig helfen strukturreiche Gärten mit wilden Ecken, etwa mit Stein- und Laubhaufen, Totholz und einheimischen Stauden. Wer Platz hat, kann auch einen kleinen Gartenteich anlegen. So finden Tiere Wasser, Nahrung, Schatten und Unterschlupf an einem Ort.

Anzeige

Bäume werfen Äste ab

Anzeige

Ein weiteres Warnsignal in diesem Dürre-Sommer: Gestresste Bäume werfen teils schon mitten im August grüne Äste ab. Ein Baumexperten aus Tecklenburg sagt, in den letzten Jahre hat dieses sogenannte Grünastversagen deutlich zugenommen. Besonders ältere und geschwächte Bäume reagieren auf den Wassermangel, indem sie Äste abwerfen.

Das Problem: Grünastbruch ist kaum vorhersehbar. Selbst bei klassischen Baumkontrollen seien oft keine eindeutigen Anzeichen zu erkennen. Wer Bäume im eigenen Garten hat, kann die Bodenfeuchte mit speziellen Messgeräten im Blick behalten. Grundsätzlich hilft Bäumen vor allem eines: Ausgiebiges Gießen über einen längeren Zeitraum.

Anzeige
Anzeige
Anzeige