
Todesfall im Polizeigewahrsam in Münster
Ein 41 Jahre alter Mann ist im Polizeigewahrsam in Münster gestorben. Der Mann ohne festen Wohnsitz kam am Samstag (30. Mai) nach einem versuchten Raub vorläufig in Gewahrsam. Nach bisherigen Erkenntnissen stand er unter Alkoholeinfluss. Am Abend fanden Polizeikräfte ihn leblos in seiner Zelle. Rettungsdienst und Notarzt kamen sofort dazu, konnten aber nicht mehr helfen. Die Ermittlungen übernahm noch am Samstag aus Neutralitätsgründen das Polizeipräsidium Bielefeld. Staatsanwaltschaft und Polizei wollen jetzt klären, woran der Mann genau gestorben ist. Der Fall wirft Fragen auf, weil die genaue Todesursache bislang offen ist.
Obduktion liefert erste Hinweise zur Todesursache
Die Obduktion hat gestern (Mo., 01. Juni) keine Hinweise auf äußere Fremdeinwirkung gebracht. Gleichzeitig ergaben sich Anzeichen für eine mögliche Vergiftung. Deshalb läuft nun ein chemisch-toxikologisches Gutachten. Es soll zeigen, ob Alkohol, Drogen oder andere Stoffe beim Tod des 41-Jährigen eine Rolle gespielt haben. Nach ersten Erkenntnissen konsumierte der Mann offenbar seit längerer Zeit Alkohol und möglicherweise auch Betäubungsmittel.
Ermittlungen in Münster und Bielefeld dauern an
Nach Angaben der Behörden sollte der 41-Jährige am Sonntag (31. Mai) einem Haftrichter vorgeführt werden. Dazu kam es nicht mehr. Stattdessen beschäftigt der Todesfall nun Ermittlerinnen und Ermittler in Bielefeld und Münster.
Bis das Gutachten vorliegt, bleibt offen, was genau im Polizeigewahrsam in Münster zum Tod des Mannes führte. Die Untersuchungen dauern an.