
Tierquälerei in Mastbetrieb in Uffeln
Fotos aus einem Schweinemastbetrieb in Uffeln zeigen verletzte und verwundete Tiere, die offenbar nicht tierärztlich behandelt wurden. Zwischen den lebenden, liegen tote Tiere. Auch die Hygiene im Stall der 4000 Schweine ist miserabel, sagen Tierschützer:innen. Das zuständige Veterinäramt im Kreis Steinfurt hat die Vorwürfe im Rahmen einer unangekündigten Kontrolle teilweise bestätigt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.09.2022 10:35
Zulieferer von Westfleisch
Der Mastbetrieb aus Uffeln ist Zulieferer von Westfleisch. Das Unternehmen schreibt in einer Stellungnahme: "Für Westfleisch stehen nun vor allem drei Schritte im Fokus: Erstens kontrollieren wir aktuell jeden betroffenen Betrieb und führen dabei ein umfangreiches Sonder-Monitoring durch. Zweitens werden wir kurzfristig alle unsere Lieferbetriebe besichtigen und den Status Quo genau dokumentieren. Und drittens werden wir unser Kontrollnetz erweitern." Kunde von Westfleisch sind unter anderem die Märkte von K+K.
Deutsches Tierschutzbüro veröffentlicht Aufnahmen
Tierschützer:innen haben Aufnahmen in dem betroffenen Betrieb in Uffeln gemacht, die das Deutsche Tierschutzbüro und RADIO RST in diesem Artikel veröffentlichen. Die Beweismaterialien wurden an das zuständige Veterinäramt und die Staatsanwaltschaft Münster übergeben. Die vorgefundenen Mängel wurden bereits mit einem Bußgeld geahndet. Den betroffenen Schweinemastbetrieb haben wir bisher telefonisch und schriftlich nicht erreicht.



