
Das offizielle Statement der Regierung dazu ist: Allein das Alter entscheidet nicht über die Fahreignung eines Menschen. Doch entscheidend ist auch, dass verschiedene geistige und körperliche Einschränkungen das Fahrverhalten eines Menschen einschränken. Das ist ein möglicher Grund für den Führerscheinentzug. Wer beispielsweise sehr schlecht sieht, fährt besser kein Auto. Zeigt also jemand Ausfallerscheinungen wird der Führerschein ihm aberkannt. Über solche Fälle wird immer im Einzelfall entschieden.
Die Unfallstatistik der Polizei zeigt: Im Jahr 2018 waren im Kreis Steinfurt fast 850 Menschen ab 65 Jahre an einem Verkehrsunfall beteiligt. Doch auch junge Erwachsene sind eine Risikogruppe im Straßenverkehr. Die Zahlen aus Münster verdeutlichen, dass beide Gruppen fast ein gleich hohes Risiko für Unfälle haben. Im Jahr 2018 sind dort sowohl 600 Rentner als auch 600 junge Erwachsene in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen.
In Rheine, Lingen und Münster haben Rentner die Möglichkeit, ihren Führerschein kostenfrei gegen ein Busticket zu tauschen. Ein Problem etwa im Tecklenburger Land oder im Emsland: Viele Orte sind schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.