
Thementag: Fastenzeit
An unserem Thementag "THINK GLOBAL - ACT LOCAL" geht es Mittwoch um die Fastenzeit. Für die einen steht noch immer der religiöse Aspekt im Vordergrund. Andere nehmen die Fastenzeit einfach zum Anlass, um bewusster zu leben und auf etwas zu verzichten.
Veröffentlicht: Dienstag, 25.02.2020 15:00
Die 40 Tage Fasten und Beten gelten in den christlichen Kirchen als Vorbereitung auf Ostern. Wähend für die einen bei der Fastenzeit vor allem der religiöse Aspekt wichtig ist, nutzen ihn andere ganz individuell, um etwas für sich zu tun. Sie machen Diät, gucken weniger Fernsehen, naschen nicht oder lassen den Alkohol weg. Einige evangelische Landeskirchen und katholische Bistümer rufen die Menschen jetzt zum "Autofasten" auf, als Beitrag zum Klimaschutz.
Die Zahl 40 der Fastenzeit hat biblische Hintergründe. Angeblich...
...hat Jesus in der Wüste 40 Tage lang gefastet.
...hat die Sintflut 40 Tage angedauert.
...hat das Volk Israel 40 Jahre in der Wüste verbracht.
...hat Moses 40 Tage lang in Gegenwart Gottes auf dem Berg Sinai gesessen.
Das Fasten hat sich im Laufe der Zeit auch in der katholischen Kirche verändert. Jochen Reidegeld ist Kreisdechant des Kreisdekanats Steinfurt und sagt, dass es inzwischen um mehr geht, als nur um Verzicht:
Wer vor hat zu fasten, bereitet sich gut vor, empfiehlt Ernährungsberater Johannes Wenkers aus Rheine. Wichtig ist auch, dass die Diät nicht ins Extreme übergeht und genug und ausgewogen gegessen wird. Sonst geht schnell Muskelmasse verloren und später kommt noch der Jojo-Effekt dazu - dann ist wieder so viel auf den Hüften wie vorher oder sogar mehr. Wie sparsam gegessen und getrunken wird, hängt vor allem auch davon ab, wie aktiv ein Mensch ist. Vor einer Diät ist es gut sich von einem Arzt durchchecken und sich eventuell von einem Ernährungsberater unterstützen zu lassen. Ein paar Diät-Tipps vom Experten:
Ob Diät, der Verzicht auf gewisse Lebensmittel oder auf Fernsehen, Handy und Autofahren - die Menschen fasten die unterschiedlichsten Dinge aus den verschiedensten Gründen:
Auf etwas verzichten, etwas fasten hat natürlich den Sinn, dass das gesteckte Ziel erreicht wird. Und auch das Fasten selbst bringt den Menschen eine Befriedigung, sagt der Psychologe Professor Roman Osinsky von der Uni Osnabrück:







