
Thema der Woche aus der Region
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Veröffentlicht: Donnerstag, 23.05.2024 07:07
Thema diese Woche: Die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Rheine
Die Bezirksregierung Münster plant eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für bis zu 350 Geflüchtete in Rheine. Dort werden Geflüchtete untergebracht, deren Asylverfahren noch läuft. Damit geht das Land NRW auf die Forderung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ein, dass nur noch Geflüchtete auf die Städte und Gemeinden verteilt werden, die auch eine Bleibeperspektive haben. In Notfällen wäre es auch möglich, 450 Geflüchtete dort unterzubringen.
Die Stadt Rheine bietet dafür das Gelände der Alten Straßenmeisterei an der Neuenkirchener Straße an. Das sehen die Anwohnenden kritisch: Das Gelände sei zu klein für so viele Menschen. Es sei kaum noch möglich, auf dem Gelände notwendige Freizeiteinrichtungen zu schaffen. Das führe dann zu Unzufriedenheit in der Unterkunft, was sich auch auf die Stimmung in der Nachbarschaft schlagen würde.
Grundsätzlich sehen auch die Mitglieder der BI die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung - nur eben an einem anderen Standort.
Für die Stadt Rheine ist der Standort ideal: Er sei groß genug. Außerdem habe er einen weiteren Vorteil: Die Stadt Rheine hatte ein anderes Projekt auf dem Gelände geplant, aus dem nichts geworden ist. Dafür waren die Planungen schon weit vorangeschritten und alle notwendigen Gutachten liegen vor. Das heißt: Für den Bau der ZUE spart dies viel Zeit.
Eine ZUE in der Stadt hat für Rheine weitere Vorteile: Die Geflüchteten in der Einrichtungen werden vom Kontingent abgezogen, das für die Stadt Rheine vorgesehen ist. Das heißt: Ist die Einrichtung mit 350 Menschen belegt, kommen 350 Geflüchtete weniger, für die die Stadt Rheine die Verantwortung hätte. Für die Menschen in der ZUE sorgt das Land NRW. Die Stadt Rheine zahlt also keinen Cent dafür, bekommt gleichzeitig sogar eine Miete für die zur Verfügung gestellte Fläche.